Latex City Tours 2019 in München – 2 Dompteusen und ihre 13 Angeleinten haben Spaß

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Latex City Tours, kennt ihr die? Wenn nicht, dann habt ihr echt etwas verpasst! Vor nunmehr 7 Wochen war ich schon mal mit Contessa Kali und ihrer Tour in Köln unterwegs. Und es hat einen Riesenspaß gemacht. Deshalb freute ich mich, dass die nächste Veranstaltung dieser Art in München stattfinden sollte, just zu einem Zeitpunkt, wo wir eh schon wegen der BoundCon in der Stadt sein werden.

Noch mal checken:

  • Thema „angeleint“? Passt, bin zwar eine Katze, Kette ist aber vorhanden.
  • Sind wir in München! Passt, BoundCon und so!
  • Wie wird das Wetter? Ist Ende Mai, sollte passen.
  • Lust drauf? Jaaa 🙂

Also mich mal flugs in der speziell dafür angelegten City Tour - WhatsApp-Gruppe gemeldet (da war ich ja eh noch drin durch Köln) „wäre bereit für euch“, Kali nahm sofort meine Bewerbung an, freu, miau. 🙂

Zu meinem Erstaunen sah man sich dort immer mehr anmelden bzw. sie wurden von Kali hinzugefügt. Prima, mal schauen, wen ich davon so kenne und wie die Organisation so aussieht.

Diese entwickelte sich wie üblich erst nach und nach. Kerberos von Kali, ihr Mann, versuchte so viel wie mögliche Fotogenehmigungen für den Innenstadtbereich im Vorfeld zu bekommen, dort sollte primär dieses Mal das Event stattfinden. Eingedenk der Erfahrungen in Köln mit dieser KVB-Dame auch besonders Genehmigungen für die U-Bahn-Höfe der Innenstadt, dazu das Shopping-Center „5 Höfe“, den „Bayrische Hof“, den Hofgarten, sogar Schloss Nymphenburg wurde angeschrieben. Leider kamen viele Absagen, aber immerhin, der MVV hat uns eine Freigabe erteilt, die U-Bahn ist uns schon mal sicher 🙂

Mittlerweile war die Anzahl der Teilnehmer auf 13, dazu Kali und als Special-Guest „Fetish Medusa“, Kalis Freundin, angewachsen. Also die Zahl 10, wie ehemals als Maximalgrenze angedacht, war damit geknackt, mal schauen, ob das handhabbar ist.

Contessa und Kerberos organisierten ein Zimmer von 10 bis 18Uhr am Karlsplatz (Stachus) im Hotel Daniel, das sollte der Treffpunkt sein.

Stachus? Liegt supergünstig für uns. Wir nächtigten ja wieder im FERINGAPARK-Hotel in Unterföhring und von da, so verrät es Google Maps, geht direkt und ohne Umsteige eine Straßenbahn bis vor dieses Hotel. Die nutzen wir mal, da müssen wir uns den Münchener Verkehr und -Parkplatznot nicht antun.

Also Samstagmorgen zusammen mit Dieter und meiner Petra, schon im silbernen Fantastic Rubber – BBC-Catsuit in die Linie 17 eingestiegen und losgerollert.

Gibt es schon einen Plan, wo es genau langgeht? Ich habe leider keine Ahnung! Das war bei der Kölner Tour im Vorfeld ganz genau bekannt (und ich fand das toll), dieses Mal hieß es nur „Innenstadt“. Na OK, lassen wir uns überraschen, welche Stationen unser Fotograf „phareanutello-fotografie“ (www.ziemlich-gute-bilder.org) sich dieses Mal ausgedacht hat.

Wow, wenn sich 10Mann/Frau in einem Hotelzimmer umziehen, dann hilft die beste Klimaanlage nichts. Zu der ohnehin vorhandenen Enge kommen dann noch die wohligen Temperaturen, Petra bitte, hilf mir schnell in mein HW-Design-Korsett und lass uns runter an die frische Luft gehen. Ach ja, da war ja noch mehr, der metallic schwarze Harness, Katzenschwanz, Halsreif, Kette, Stiefel, Katzenpfoten und nicht zuletzt die hübsche Katzenmaske mit den eigensinnigen Barthaaren von Feitico wollten auch noch bei mir mitmachen. Noch schnell Ausweis (für eventuelle Polizeikontrollen), 20€ (für Hotelzimmer und Trinken/U-Bahn in der Stadt) Kerberos in die Hand drücken und schon 10min später stand zur Begeisterung der Rezeptionistin eine glänzende silberne Katze im Foyer des Hotels. Natürlich wurde sofort das Handy gezückt, der Beginn von „darf ich mal ein Foto von Ihnen machen“, hundertfach oder mehr danach wiederholt.

Katja, an ihrer Seite Rub Rubsubsea und 2 ihrer Freunde trafen ebenso ein, wie auch die beiden anderen Fotografen Reinhard (Nikon Bilderfabrik) und Bernd (s3dphoto, www.stereoeye-photography.com), sammeln vorm Hotel war angesagt.

Und natürlich wurden wir auch da begutachtet und fotografisch auf so manchem Handy der Passanten festgehalten, auch der Hotelmanager vom Hotel Daniel war ganz begeistert.

Rub Rubsubsea wollte es dieses Mal wissen, sein Plan war, von Freitagnachmittag bis Sonntagabend in seinem Volloutfit zu bleiben, die Hände meist fixiert, eine Maske mit Trinkschläuchen auf, der zudem auch noch die Augen mit dicken Scheiben abgedeckt worden waren. Also blind und auf die Hilfe anderer angewiesen. Noch verstärkt dadurch, dass Katja die äußere Maske dann endgültig mit einem Zeitschloss, welches auf kurz nach 20Uhr eingestellt war, verschloss. Jetzt gab es so oder so kein Entrinnen mehr, da man die Maske öffnen muss, um den Anzug ausziehen zu können. Klingt extrem, aber ich weiß, Rub Rubsubsea kann damit umgehen, es ist nicht das erste Mal, dass er so etwas durchzieht, siehe sein Blog. Aber, so hat er es mit hinterher erzählt, das erste Mal unter diesen verschärften Bedingungen. Und wenn alle „Stricke reißen“, eine solide Schere und ein Bolzenschneider hilft im Notfall immer, aber das will ja keiner.

Plan? „Na Innenstadt“. Oha, wird langsam präziser 🙂 Und guck, Kerberos und Kali haben unseren Bollerwagen aufgerüstet, eine Fahne schmückt das Gefährt nun. Sah erst etwas übertrieben aus, hat sich aber im Nachhinein als sehr gute Idee entpuppt, später mehr.

Kurz nach 11Uhr, sind alle da? Außer „Fetish Medusa“ ja, alle hübsch gestylt, mit Halsreif, Ketten und Leinen versehen. Ah, sie steht irgendwo noch im Stau, wir sollen schon mal anfangen, sie stößt dann später zu uns, also los.

Und schon setzte sich die bunte Karawane Richtung Stachus in Bewegung, Ziel war der Brunnen davor. Oops, nach 50m, hatte Katja vorhin nicht Rub Rubsubsea an der Leine? Sie geht mit Kali vorn an der Spitze und erzählt mit ihr, kein Rub ist dabei, hat doch glatt den Armen dort vergessen 🙂 Aber einige von uns haben es schon bemerkt, dass er noch auf seinem Stuhl saß und haben ihn inzwischen mitgenommen. Puh Glück gehabt, so blind, wie er war, säße er wohl jetzt noch wartend dort.

Station 1 – der Stachus

Am Stachus angekommen das erste Mal Gelegenheit für richtige Fotos, diese Fontänen laden ja förmlich dazu ein. Unsere 3 Fotografen legten sich schon mal ins Zeug. Und natürlich waren diese 3 nicht die einzigen, die Bilder machten.

Weiter geht’s Richtung Innenstadt.

Station 2 – das Karlstor

Weit wollte phareanutello aber nicht, wir besetzen jetzt mal das nahegelegene Karlstor, meint er. Stellt euch mal richtig breit auf, dann haben die Fußgänger halt mal kurz Pech. Haben wir gemacht, störte aber einige dennoch nicht, sie mussten sich partout bei uns durchzudrängeln. Also Berührungsängste gab es da schon mal nicht.

Petra und Dieter haben dort schon mal den Bollerwagen in die Hand gedrückt bekommen, um den sie sich -fast- die gesamte nachfolgende Zeit hingebungsvoll zum Wohle aller und der Tour gekümmert haben, Danke noch einmal. Eigentlich machten das die Fotografen sonst selbst, nur mal so am Rande.

Station 3 – Richtung Wittelsbacher Brunnen

Etwas wieder zurück und die Ecke herum Richtung Wittelsbacher Brunnen.

Ist schon erstaunlich, eben noch um uns herum eine Traube von Menschen, hier kaum 200m weiter weg von der Kaufinger Straße, alles ziemlich ruhig.

Station 4 – der Wittelsbacher Brunnen

War mir auch recht, dann okkupieren wir mal gemeinsam den Brunnen.

Oops, die Polizei kommt. Ach nee, die wollen nur mal gucken, was wir so treiben. Leute, benehmt euch jetzt mal! Ah, wie gehabt: sie gucken, grinsen und fahren wieder weiter. Wir sind schließlich eine besonders hübsche Verzierung vom Brunnen 🙂

Fetish Medusa? Immer noch im Anflug, wir haben also Zeit. Jeder hat so ein bisschen für sich Fotos gemacht.

Bernd, einer der Fotografen erzählte mir, er hat so eine 360°- Kamera, die macht tolle Videos, wenn man den zugehörigen Stab um sich schwingt. Musste ich natürlich unbedingt mal ausprobieren 🙂 Auf dem Handy sah es schon ziemlich überzeugend aus, bin gespannt, wie es in groß wirkt.

{360°-Video, wenn es dann da ist}

Station 5 – vor dem Hotel Bayrischer Hof

Nun denn, alles ausgeruht, weiter Richtung Oper. Immer noch alles recht einsam und ohne großes Publikum um uns herum.

Was ist das denn? Vor dem Hotel „Bayrischer Hof“, in das wir nicht durften (pah, dann eben davor) befindet sich ein Denkmal für Orlando-di-Lasso, welches aber nun von den Münchener wohl auch offiziell zum „Michael-Jackson-Memorial“ umgewidmet worden ist, wenn man mal danach im Internet unter den Sehenswürdigkeiten Münchens sucht. Michael hat da wohl öfters auf seinen Tourneen genächtigt und es ist auch das Hotel, wo er einmal mehr oder weniger gewagt eines seiner Kinder im Fenster gezeigt hat. Wusste ich als Thüringer/Hesse bisher gar nicht, dass das hier war, ist aber beeindruckend, wie er dort verehrt wird.

Seine Musik mag ich auch, bin halt ein Kind der 80’ziger, über andere Exzesse von ihm, na schweigen wir lieber.

Alle schön aufstellen, wir machen Bilder, vor, hinter und mit dem Denkmal 🙂

Station 6 – die Maffeistraße

In dieser kleinen Einkaufsstraße kann man, glaube ich, gut und gerne seinen Monatslohn in kürzester Zeit ausgeben! Prada, Karl Lagerfeld und andere, die gerne etwas mehr nehmen, versuchen dort, das zahlungskräftige Publikum für sich zu begeistern. Wir haben da eher mit uns begeistert, und uns vor verschiedenen Läden postiert, Karl hat natürlich seine Reminiszenz von Kali und Smash Ltx erhalten.

Auf, lasst uns Richtung Oper weiterziehen, ab da wird es sicher voll.

Station 7 – die Bayrische Staatsoper

Hier wollten wir auf Fetish Medusa warten, sie wäre bald da. Also los, Gelegenheit für ein paar hübsche gemeinsame Fotos zwischen den Säulen und auf den Treppen, von innen beäugt durch einen Herrn im weißen Hemd.

Medusa, immer noch nicht da, Gelegenheit den dort haltenden Stadtrundfahrtbussen zuzuwinken. Also eher den Mitfahrern, bei denen wir sofort, als sie unserer bunten Truppe ansichtig wurden, im Fokus derer Handys bzw. Fotoapparate auftauchten. München war nun für eine knappe Stunde um eine Attraktion reicher. Nur die Busfahrer waren wohl am Ende froh, dass wir wieder weg sind, die Busse neigten sich so bedenklich zu einer Seite, warum nur?? 🙂

Zeit natürlich auch für jeden einzelnen oder in kleinen Gruppen, selbst Fotos, Videos zu machen. Oder ganz einfach miteinander zu erzählen, wurde reichlich genutzt. Rub Rubsubsea durfte derweil sich an einer Säule, weiterhin blind, ausruhen.

Auch erneute 360°-Videos sind entstanden, bin gespannt.

{360°-Videos, wenn sie dann da sind}

Was ich lustig fand, man fragte uns, für welche Aufführung wir hier mit unseren „Kostümen“ werben. Äh, für keine, dass unsere eigene, ganz unser eigener Spaß. Und jaaaa, den hatten wir. 🙂

Wie man sieht, auch Fotografen werden mal müde, Phareanutello ruht sich derweil aus, macht er richtig 🙂 Kali lässt sich allerdings davon nicht abhalten, ihn zu besuchen.

Ah, Medusa fährt in ihrem Sportflitzer vor, Parken? Da vorn gleich in der Tiefgarage. Und dann waren wir endlich vollständig. Sie begrüßte jeden von uns, mich mit „Hallo Katze“. Ob sie sich noch an unser gemeinsames Foto in Friedrichshafen letztes Jahr am Kai vorm TortureShip zusammen mit Chrissie Seams erinnert? Eher wohl nicht, aber sie liked regelmäßig auch meine Instagram-Fotos, ich bin ihr vermutlich daher bekannt.

Oh je, sie hat ein Problem, eines der Stäbe ihres Korsetts hat sich unten durch das Latex gebohrt und liegt frei. Müssen wir erst einmal provisorisch abdecken, ehe es das umliegende Material schädigt, geschafft.

Nun also los, doch halt, wir wurden jäh von dem Herrn mit dem weißen Hemd aus der Staatsoper gebremst, auf den Treppen wäre das Fotografieren nicht erlaubt. Das fällt ihm jetzt über eine halbe Stunde später ein? Vielleicht hat ihn aber auch die Dienstanweisung einer übergeordneten Stelle, die er über unsere Aktion hier informiert hat, erst jetzt erreicht, war halt Samstag und auch in München mahlen die Behördenwege langsam. Dann eben vor den Treppen auf dem Bürgersteig, beschied uns Pharea Nutello, pah, wir geben es euch.

Station 8 - Marienplatz

Aber nun los, die Tour durch die eigentliche Innenstadt beginnt. Was wir bisher hatten, war nur ein kleiner Abklatsch der Menschenmassen um uns herum, die uns jetzt begeistert umlagerten. Schon kurz nach der Oper ging es los, als wir am Dallmayer vorbei Richtung Marienplatz zogen. Die Straßen voller Menschen und sobald diese uns ansichtig worden, wurden die Fotoapparate und Handy gezückt, wir sehen ja auch etwas -ungewöhnlich- aus. Lag natürlich auch an unseren beiden Frontfrauen, Contessa Kali und Fetish Medusa, die eine Menge Blicke alleine schon durch ihr heißes Aussehen auf sich zogen. Der zukünftige Bräutigam eines Junggesellenabschieds wollte unbedingt, dass man ihm die beiden (und wir auch dann noch) den Hintern versohlen. Kein Problem, er hat aber wohl nicht gewusst, dass mit Kali eine echte Domina vor ihm steht. Aua, jetzt weiß er es. Aber er war wohl schon zu betrunken, um das richtig zu genießen 🙂

Und ab hier war unsere Fahne auf dem Bollerwagen, den meine Petra und Dieter immer noch hinter uns herzogen, richtig wichtig. Zum einen war es der Orientierungspunkt der Truppe, um sich wieder zusammen zu finden bei diesen Massen, zum anderen wurden die beiden öfters über unsere Tour befragt, die Fahne, der aufgedruckte QR-Code und die Webadresse abfotografiert. Kleine, aber wichtige Markenbotschafter für dieses Event 🙂

Wie zu erwarten an einem Samstagnachmittag gegen 15Uhr, der Marienplatz war richtig voll. Um uns herum ständig Trauben von Menschen mit ihren Handys. Trotzdem haben wir es geschafft, ein paar hübsche Fotos hinzubekommen. Wie jetzt allerdings der Platz auf einigen Fotografien manchmal so leer darauf wirken kann, ist mir selbst ein Rätsel, mein Empfinden und einige andere Fotos zeigen etwas ganz anderes, wegretuschiert, Perspektive, Zufall?

Station 9 – U-Bahn-Station Marienplatz

Ich fand es im Nachhinein schade, dass wir nicht noch den Viktualienmarkt besucht haben, aber für Rub Rubsubsea war es wohl besser, dass es wieder Richtung Stachus gehen sollte, für ihn war es mega anstrengend in seinem geschlossenen Anzug, immer noch blind unter der Gasmaske (übrigens immer wieder fleißig fotografiert, das Outfit kam an). Und so nahmen er, Katja, der Bollerwagen und seine Crew den Fahrstuhl runter in die U-Bahn-Station Marienplatz, während wir die Treppen herunterstiegen.

Was machen wir jetzt dort? PharaeNutello meinte, ihr fahrt jetzt bitte 4x die Rolltreppen runter und wieder hoch und wir versuchen, euch da aufzunehmen. Wartet bitte unten, wenn gerade eine U-Bahn eingefahren ist, mit dem wieder Hochfahren, sonst wird es zu voll. Und so wurden, am Ende sogar 5x, unter entsprechendem Gekicher Runden gedreht.

Was einem dort besonders aufgefallen ist, die Menschen hatten ja im Prinzip keine Zeit sich auf uns vorzubereiten, wenn sie uns auf der Rolltreppe jeweils gegenüber von unten oder oben kommend entgegen rollten. Für viele blieben nur wenige Augenblicke zwischen uns sehen, auffassen und zu erkennen, was sie da vor sich haben. Die Reaktionen waren unmittelbar und überlegungslos zu erkennen. Von erstaunten Augen aufreißen, dann uns richtig freudig lächelnd uns anschauen, gewollt weggucken, uns grimmig betrachten bis zum sofortigen Herausreißen des Handys, um wenigstens noch etwas von uns aufzunehmen, war alles dabei. Wobei die „grimmig“-Fraktion weniger als 5% Anteil hatte, die „freudige“ eher bei so 25%. Also klarer Wahlsieger, unsere Truppe.

Ein kleines Video ist auch entstanden.

Ich hatte mir schon Sorgen gemacht um Rub Rubsubsea, Rolltreppen, blind? Aber dann trat er neben mir schwungvoll auf die richtige Stufe beim Runterfahren, wie macht er das nur? Ah, keine Augenklappen mehr, wir grinsten uns an.

Was machen wir, noch mal U-Bahn irgendwo hinfahren? Ein Teil war dafür, ein Teil dagegen, ist auch schon halb 4, los, so langsam zurück zum Hotel.

Station 10 – die Kaufinger Straße Richtung Karlstor

War der Marienplatz schon voll, dann ist diese Einkaufsstraße noch mal mit einer Schippe mehr Menschen bedacht worden. Gut, dass wir unsere Fahne als Fixpunkt wenigstens hatten. Aber von einer Gruppe war spätestens hier, eigentlich schon kurz nach der Oper, keine Rede mehr, wenn wir gingen. Es zerfaserte einfach in kleine Grüppchen oder Einzelpersonen, für diese Umgebung sind 15 einfach zu viel. War jetzt auch mal nicht schlecht als glänzende Latex-Katze einfach so durch die Massen zu gehen. Man merkt, die Leute mögen, was sie sehen. Immer wieder auch die üblichen Fragen, schwitzt man da nicht (nein, nach 1Stunde nicht mehr), warum machen sie das und wo kann man es sehen (aus Spaß nur und schauen sie die Fahne an, da steht es drauf), ist das Latex (ja!!), darf ich mal anfassen (ja …). Mit Katja zusammen habe ich dann noch eine, dieses Mal weibliche, Junggesellinnenabschiedsparty beglückt, die Mädels konnten von uns beiden gar nicht lassen. Mal schauen, ob es Fotos davon gibt.

Wenigstens haben wir es geschafft und haben uns noch mal kurz vor der Frauenkirche zusammen gefunden 🙂

Dort hat man das Thema der Gruppentour gut erkannt!

Weiter gehts, einzeln oder in Grüppchen...

Station 11 – gemeinsames Einkehren mitten auf der Kaufinger Straße

Wo sind eigentlich die anderen? Ah, da drüben, sie sitzen alle zusammen und trinken etwas. Umringt natürlich wieder von einer Traube von Menschen. Gesellen wir uns mal mit dazu. Da wird sogar ein Ständchen für uns gesungen 🙂

Auch mal Gelegenheit, sich etwas mit Fetish Medusa kurz zu unterhalten und natürlich zu fragen, ob ich ein Foto mit ihr haben könnte, das letzte ist schon 1 Jahr her. „Gerne“ war die Antwort und hier ist es.

Man mag es nicht glauben, aber die fotografierenden Menschenmassen um uns herum nahmen kein Ende, wir waren eben etwas nicht Alltägliches dort 🙂 Das wir da sitzen und uns eigentlich ausruhen wollen, störte auch keinen. Das Ganze erinnert von der Bayrischen Staatsoper bis hierher an das Feeling wie am Kai des TortureShip, aber eben dieses Mal fast 2km lang: ständig von begeisterten Menschen umlagert, ohne Ende Fotos. Wie sagte Robin Art bei der Kölner Tour, 1€/Foto in unsere Kasse und wir wären reich, wahrlich.

Station 12 – Ende am Stachus, aber vorher sprengen wir noch eine Demo

Wieso sind da so viele Polizisten am Karlstor? Die warten doch nicht etwa auf uns und wollen uns wegfangen? Nein, sie waren nun wirklich wegen anderen Dingen da. Was sah man? Rechts ein NPD-Stand mit vielleicht 5 Menschen, kein Passant am Stand und links eine viel größere, vielleicht 30-40 Mann/Frau/Divers-Gruppe, Plakate mit „München ist bunt“ schwenkend und Trillerpfeifen, die sie ausgiebig nutzten. Was machen wir? Quer durch, was soll’s. Und so zogen wir vor einer nunmehr sprach- und trillerpfeifenlosen Menge und an den Plakaten „München ist bunt“ vorbei, stimmt, das sind wir ja. Die Polizisten und die Demoteilnehmer mit den Plakaten grinsten nur und das war’s. Nun kreist das Überwachungsvideo bestimmt in der Münchener Polizeidienststelle herum und alle freuen sich, endlich mal eine ruhige und so richtig bunte Demo 🙂

Am Brunnen am Stachus noch mal kurz sammeln, Contessa Kali dankt noch mal allen, die mitgemacht haben, den Fotografen und denjenigen, die den Wagen gezogen haben und verabschiedet alle, bis zum nächsten Mal dann hoffentlich.

Doch halt, ich möchte noch ein paar Fotos mit ihr allein, macht sie doch gern.

Das war’s nun. Es ist schon kurz nach 16Uhr, im nunmehr kühlen Zimmer Korsett und so ausziehen, Ausweis wiederbekommen, sich noch kurz unterhalten, dass wir leider nicht in Berlin zum GFB dabei sein können. Aber natürlich allen , die es dorthin schaffen, jede Menge Spaß und schöne Bilder dort wünschen.

Und bald fahren wir wieder mit der Straßenbahn Linie 17, ich natürlich weiterhin im silbernen BBC-Catsuit (aber mit Jacke drüber) Richtung FERINGAPARK-Hotel, während die anderen Richtung BoundCon und der SubRosaDictum-Party sich auf den Weg machten. War ein schöner Tag schon bisher 🙂

Fazit:

Das großartige Latex City Tours – Event in München, einfach nur geil, bestehend aus Unmengen an netten Leuten, voller aufregender Bilder und Momente. Danke an Contessa Kali und Fetish Medusa für diese Gelegenheit, auch wenn eure 13 „angeleinte Tiere“ manchmal schwer zu bändigen waren.

Kein Wunder, denn wer schon mal am Kai in Friedrichshafen auf das TortureShip mit den vielen dort fotografierenden Menschen eingestiegen ist, kennt das aufregende Gefühl, total umlagert zu sein. Hier nur ungleich länger und intensiver, von der Bayrischen Staatsoper über Marienplatz und Kaufingerstraße bis zum Stachus fast 2km lang.

Also, wenn es zeitlich und örtlich passt, nehmt mich bitte wieder mit 🙂


Und wenn ihr das Ganze noch einmal aus Rub Rubsubsea's Blinkwinkel lesen möchtet, hier bitte schön, absolut spannend geschrieben! https://rubsubsea.blogspot.com/2019/05/latex-city-tours-vom-2552019-durch.html


So, nun wollt ihr sicher wissen, wie es weiter ging, wir waren ja mit Freunden hier und die BoundCon lief:

Natürlich dachte ich gar nicht daran, mich umzuziehen, wenn man schon mal in so einem hübschen Outfit ist! Also runter zum Restaurant.

Wir hatten einen Tisch für 14 Personen im FERINGAPARK-Hotel für unsere Freunde bestellt und so fand sich um 19Uhr die Reisegruppe „Gummimanschette“ fast vollständig wieder ein, um einen schönen Abend zu haben. Gleich gegenüber hatte sich der Heavy-Rubber-Stammtisch von München einen Tisch für 15 reserviert. Ich glaube, sie hatten wohl ihre Anzahl etwas unterschätzt, es waren am Ende 35, sagte mir Kai.

Was macht man so? Trinkt, isst

, quatscht hier und dort und hat einen geselligen Abend. Man kann ja auch etwas nebenan gehen, der Musik an der Bar lauschen, den beginnenden Bondage-Shows im „Frühstückszimmer“ zuschauen. Hab ich, ein bisschen, Freunde sind wichtiger. Katja und Rub Rubsubsea kamen dann auch irgendwann so gegen 20:30Uhr herum. Kurz darauf saß er ohne Gasmaske (aber noch mit Latexmaske auf) da. Nanu? Katja meinte dann, sie brechen jetzt ab, der 5km Rundgang durch die Stadt war zu viel für ihn, ihm geht es nicht mehr gut. Da ist man richtig froh, dass das Zeitschloss der Gasmaske nur auf 20Uhr eingestellt war. Sah auch etwas „fertig“ aus, soweit man es erkennen konnte. Wir winkten uns dann nur noch zu, ich kam aus meiner Ecke irgendwie nicht raus in dieser Zeit. Aber wir sehen uns ja am Sonntag dann zum Stammtisch.

Schon gegen 2Uhr nachts hat sich die Reisegruppe „Gummimanschette“ dann doch entschlossen, in ihre jeweiligen Betten zu gehen, man kann halt nicht voneinander lassen. Nach 17 Stunden Catsuit-Tragen war ich dann auch irgendwie froh, aus ihm heraus zu kommen, so eine Dusche tut der Haut gut. So ein klein bisschen fühlte ich mich dann schon wie Rub Rubsubsea 🙂

Am nächsten Morgen, man hat ja Zeit zum Ausschecken und Frühstücken bis 12Uhr, recht gut ausgeschlafen und ab dann zur BoundCon. 12,50€/Ticket für die Zeit von 12-18Uhr (das Ende ist von ehemals 17 auf jetzt 18Uhr verlängert worden) ist OK.

Und so hatte man auch genügend Zeit, durch alle Gänge mal zu schlendern, bei vielen Ausstellern, die man inzwischen persönlich kennt, etwas hängen zu bleiben (bei Jörg’s Edel-Dildos gab es wieder mal „Ficken“ und „Männergrippe“ – zu trinken, was dachtet ihr denn?? - ), die Edelmetall-Lounge mit Michael Geyer und EroChains pflegt seine Kunden, mit StudioGum, Glanzglück, Rubberik (er hat paar richtig coole Latexschuhe in Turnschuhform im Angebot!), Susanne und Jan von Feitico und noch ein paar anderen gesprochen. Und für meine „böse“ Manga-Figur Majikku Kig eine kleine, zu ihr passende Peitsche für Shootings gesucht. Am Ende haben wir eine kleine, hübsch glitzernde mit silbernen Kettchen dran gefunden, ist halt ein Mädchen und steht auf so etwas. Mal schauen, wer sie zuerst zu spüren bekommt, Freiwillige vor!

Hey, ist das nicht der Münchener Stammtisch? Zu mindestens Teile davon. Und unsere Reisegruppe „Gummimanschette“ plus Mannomann und Latexengel Aiyana wurden auch gesichtet, kurzzeitig. Irgendwie verliert man sich in dem Gewühl immer wieder so schnell.

Es gab auch schon die ersten Kontakte für unsere privat organisierte Easter-Fetish-Meeting-Veranstaltung (EFM 2020) über Ostern 2020 im Hotel Bredeney in Essen mit einigen Ausstellern für die dort dabei stattfindende "private Hausmesse“. Unser Non-Profit-Konzept kommt an und ich denke, das Event wird wieder richtig gut bei dem Interesse aller.

Nach eine längeren Abschiedsrunde so gegen 17Uhr auf dann zum Münchener Heavy-Rubber-Stammtisch ins „Ziegelhaus“ und noch zusammen ein schönes Abendbrot genossen.

Und endlich auch mal Zeit gehabt, lange mit Rub Rubsubsea zu sprechen. Wir mögen uns und das was wir so schreiben, sind ja auch zurzeit die einzigen weit bekannten „Fetish-Blogger“ Deutschlands. Hat seine Vorteile, man wird erkannt und seine Nachteile (wer begrüßt einen eigentlich da?? Müsste man doch eigentlich kennen, grübel, grübel. Sorry Zuleika 🙂 )

Der Stammtisch dort hat übrigens einen neuen Rekord gebrochen, am Ende waren über 50 Personen so nach und nach auf diesem, wow.

Zum Schluss, kurz nach 19Uhr aufgebrochen und kurz nach 23Uhr zu Hause nach einem schönen aufregenden Wochenende angekommen, es war toll mit euch allen 🙂

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