Latex City Tours 2019 in Köln, bunt, großartig und aufregend

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Latex-City-Tours hat mich, seitdem es dieses Event im Jahre 2018 gibt, schon lange gereizt. Das Konzept, eigentlich ganz einfach: in Latex als Gruppe durch eine Stadt laufen, an interessanten Orten zusammen Fotos machen und ansonsten jede Menge Spaß haben. Und das Ganze geleitet und geführt von der brillanten (und auf jeden Fall sehenswerten) Contessa Kali.

Und hey, Kali (so ihr Kurzname) hat doch tatsächlich sich Köln als den Ort ihrer nächsten Unternehmung auserkoren. Es sollte die 7.Tour jetzt werden, vorher waren solche illustren Orte dran wie München, Hamburg und sogar Los Angeles, ach Köln ist auch ganz hübsch. Und vor allem, relativ nah. Maximal 10 Mann/Frau/was auch immer, können an einer solchen begehrten Tour teilnehmen, da hieß es sich doch schnell entscheiden.

Aber kann ich da überhaupt dieses Mal mitmachen? Erst mal die Webseite (http://latex-city-tours.de/) genau durchlesen, die ist übrigens sehr informativ! Das Motto der Tour: „Bunt“, klappt, bin metallic blau (als Ersatz den silbernen schon mal geplant); Ort: Köln, schafft man; Zeit: Sonntag 07.04.2019 ab ca. 11Uhr, hab Zeit; Wetter: -gecheckt-, wird sonnig, 11-21°C nachmittags, absolut latextauglich; Lust darauf, Freunde zu treffen, Spaß zu haben? Oh ja! 🙂 Also was spricht dagegen? Nichts! Also Kali, ich wäre dann mal soweit für Deine Tour. Und hab mich flugs bei ihr gemeldet.

Wie geht’s dann weiter? Man findet sich unversehens in einer WhatsApp.-Gruppe wieder und bekommt umgehend eine Menge Informationen über Treffpunkt, vorgesehenen Ablauf, was mitzubringen ist (HANDTÜCHER!) und wer die anderen Teilnehmer sind. Spannend, 2 habe ich erst auf der letzten Rubber Night gesehen, Kali selbst kannte ich vom TortureShip 2018 und den Rest, das sind bestimmt alles Nette, so meine Erfahrung. Und was man da so schon mitbekam, alles richtig gut organisiert, dieses Team hat Erfahrung darin.

Unser Fotograf (also der erste der 3 professionellen, PhareaNutello - www.ziemlich-gute-bilder.org - ) lief am Vortag schon mal die Strecke ab, postete mit Bildern und Kurzbeschreibungen den ambitionierten Ablauf, ganze 14 Stationen stellte er sich vor. Man konnte daraus entnehmen, oh je, es wird wohl ein rund 6km langer Fußweg! Gutes und vor allem bequemes Schuhwerk steht in der Priorität nach glänzendem Aussehen ganz weit oben. Also nix mit hübschen langen Schleifchen-Plateau-Stiefeln für die Katze, was Solides musste ran, habe ich aber auch.

Aber nun genug des ganzen Vorgeplänkels, ihr wollt nun sicher wissen, wie es war. OK, gibt drei Worte dafür: SUPER, bunt und aufregend 🙂

Mehr? Dann mal los.

Treffpunkt war das Hotel Maritim am Heumarkt in Köln. Das Wetter, wie angesagt, einfach fantastisch.

Ab 10Uhr bitte eintrudeln (nicht vorher!!), halb 12 ist Start im Hotel Foyer, wir sind pünktlich da. Ins Zimmer hoch so einfach geht natürlich nicht, aber es gibt ja diese tolle WhatsApp-Gruppe, kurz mal dort meld‘, „bin da“ geschrieben. Und bald darauf stand Kali, schon im hellgrünen Latex-Catsuit mit lila Rubber-Korsett und passenden langen lila Latex-Strümpfen, vor uns, ein Hingucker, nicht nur für unsereinen. Kurze Begrüßung, schön dass ihr (das Katerchen von Kali - Vicky - und ich sind zusammen im Auto hergefahren) da seid! Und schon recht bald standen wir im Zimmer 220, wo sich schon drei andere dem Umziehen widmeten, also mehr oder weniger gerade nackt waren. Nach der Begrüßung und gegenseitigen Vorstellung (soweit man sich nicht schon kannte) hopsten wir ebenso in unsere Outfits.

Das Motto der Tour war ja „Bunt“, die Wahl fiel, wie schon geschrieben, auf die metallic blaue Katze im Fantastic Rubber-Big Boobs-Catsuit und dem HW Design COR13-Korsett (wegen der optisch dann viel schlankeren Linie), dazu der neue metallic blaue Katzenschwanz (da die Frage immer wieder mal gerne kommt, den kann man hier kaufen), die Katzenmaske mit den widerspenstigen Schnurhaaren von Feitico, die Stulpen mit den Katzenpfoten drauf, den Halsreif von Metall Geyer und ... paar ordentliche Schuhe für das „gestiefelte Katerchen“. Ach ja, auf allgemeinen Wunsch der Göttin Kali noch eine Kette für das Tierchen, wegen der besseren Führung, meint sie vorab.

Ich staunte nicht schlecht, als ich die Schuhe von Kalis Partner, Kerberos von Kali sah, willst Du wirklich mit diesen Schuhen gehen? Ja! 🙂

Kurz nach 11Uhr, noch etwas Geld für Gemeinsames (U-Bahn-Gruppenkarten, etwas zu trinken zwischendurch) und die Personalausweise (falls jemand diese glänzend Vermummten doch nicht mag) bei Kerberos deponieren, fertig, wir gehen schon mal runter ins Foyer. Macht mal, wir kommen auch gleich.

Ist schon lustig, all diese Blicke auf einen ruhen zu sehen, wenn man dieses betritt. Aber alle positiv. So fand man sich unversehens zwischen 2 dort sitzenden Gruppen wieder. Die linke, jüngere, auf dem Weg zur Fitness-Messe FiBu, ganz wissbegierig, ob wir zur Gruppe gegenüber, einer Geburtstagsgruppe für eine 80-Jährige Oma gehören. Das konnten wir glatt verneinen. Und was wir so vorhaben. Und total neugierig, wo die Bilder dann zu sehen sein werden. Kalis Webseite wird gerade berühmt. Die Omis waren doch zu sehr mit sich und ihren Rollatoren beschäftigt, um uns bunten Haufen so richtig zu würdigen. Na wer weiß, was die in ihrem Leben schon so alles gesehen haben.

Bald wurden wir vollzählig, unser 2. Fotograf, Robin (Model Robin Art) und ihr Mann als der dritte Fotoreporter stießen noch zu uns, alle 8 Teilnehmer und Kali selbst waren da. PhareaNutello, unser Fotograf, erzählte uns noch mal kurz, was er vorhatte. 14 Stationen, die erste gehen wir gleich an.

  • Station 1 – Das Foyer im Maritim-Hotel

Das sieht nämlich mit seinen hellen Glasteilen und Treppen sehr stylisch aus. Also bitte die Treppe alle hoch und dann wurden wir hübsch dort oben beim hellen Frühstücksbereich drapiert. Oha, vor uns liegend und freudig erregt durch die Kamera guckend, scheint eine der Lieblingshaltungen unseres Fotografen zu sein! Sahen wir jedenfalls später noch öfters. Noch ein paar Treppenbilder in verschiedenen Formationen, PhareaNutello wusste sehr genau, was er wollte und was gut aussieht. So fertig ... leider ohne die tollen silbernen Schuhe von Kerberos, die waren leider schon defekt.

  • Station 2 - Fußweg – vom Hotel ca. 500 Meter Richtung Heumarkt

Nun aber los, raus in die Stadt. Doch halt, die Aufteilung der Tierchen an ihren Leinen und Ketten stand an. Kali entschied, diese 3 hier nehme ich und Du, Robin, diese beiden. Damit waren Carsan und ich gemeint, sie war heute unsere „Herrin“. Vince und Vicky hatten keine Leinen und durften alleine laufen.

Und so zog die bunte Truppe in Richtung Neumarkt durch die engen Gassen der Altstadt, verfolgt und überholt vom kleinen niedlichen Böllerwagen mit den wichtigsten Sachen drauf (was zu trinken, Kameras, das Krönchen von Kali, ...). Der wurde netterweise von jeweils einem unserer 3 Fotografen gezogen, erste Neugierige beguckten uns.

Es entstanden natürlich auch ein paar Bilder.

PhareaNutello wollte unbedingt, dass wir über eine dieser kleinen Straßen gemeinsam gehen. Er hieß uns, bitte warten, postierte sich drüben, rief „ihr könnt kommen“ und ... grinste. Warum? Mit einem so lauten und orgastischen Gestöhne aus 9 Kehlen hatte er wohl nicht gerechnet. Wenn er aber auch unsere bunte Truppe zu sowas auffordert, dann bekommt er das auch prompt unser „Kommen“ geliefert! Na mal sehen, ob er da überhaupt vor Lachen auf den Auslöser gedrückt hat.

  • Station 3 - Nähe Neumarkt

Was braucht so ein Erotik Store? Na eine geile Schaufensterauslage zum Gucken. Sind wir das nicht? Doch! Dann drapieren wir uns doch auch mal dort davor.

Wir sahen schon recht schnuckelig aus, schaut euch mal die Bilder an, wer würde denn bei diesem Angebot da nicht gern einkaufen gehen wollen? Wir wollten natürlich auch! Sind also als Polonäse in den Store (war gerade genau 12Uhr, der hatte tatsächlich jetzt am Sonntag auf) rein- … und wieder rausmarschiert, hatten doch nichts für uns.

Problematisch war dann eher, es war eine doch schon belebtere Kreuzung, an der dieser Store lag. Bisschen absperren musste sein, um Fotos ohne Passanten hinzubekommen. Manche Radfahrer, total abgelenkt von dem, was sich ihren Augen bietet, machten trotzdem ordentliche Schlenker. Keine Angst, ist niemand was passiert.

  • Station 4 - Fußweg U-Bahn - Severinstrasse - ca. 500 Meter

Weiter geht es zum U-Bahnhof „Severinstrasse“ durch die nun etwas breiteren Straßen, vorbei am Einsturzort des Kölner Stadtarchives, immer noch eine große Baustelle. Man merkte, es wird nun auch merklich wärmer und wenn man nicht schon vorher wusste, wer jetzt unterm Catsuit und Maske Männlein oder Weiblein war, nun war es offensichtlich. Dreimal dürfte ihr raten, wer über jeden Sonnenfleck zum Aufwärmen gejubelt und wer sich über jeden Schatten zum Abkühlen gefreut hat 🙂

  • Station 5 - Shooting im U-Bahnhof

So, angekommen im Bahnhof, hier wollen wir ein wenig länger verweilen. Den Bildern aus der WhatsApp-Gruppe nach sehr cool mit seinen langen Rolltreppen. Und er hat den Vorteil, durch den Einsturzes des Kölner Stadtarchives weiter vorn und damit Blockierung der U-Bahn-Strecke unter diesem, ist dieser Bahnhof nun erst einmal Endstation auf einer ohnehin wenig befahrenen Strecke. Also kaum Leute, es war eh Sonntag, wir waren für uns alleine dort. Als Wehrmutspunkt stellte sich allerdings schnell heraus, dass die Rolltreppe nach unten defekt war, aber die nach oben funktionierte. Dann eben so herum und so drehten wir mehrere Runden den Zyklus „mit dem Fahrstuhl runter und mit der Rolltreppe wieder rauf“, immer schön geknipst von unseren 3 Fotografen. Am Ende noch ein paar hübsche Formationsbilder auf dem Bahnsteig unten und zwischen den großen Säulen beim Warten auf die nächste U-Bahn … Bis wir von einer älteren KVB-Dame jäh gestoppt worden, die unsere bunte Vielfalt und eindrucksvolle Werbung für diese coole U-Bahnstation so ganz und gar nicht verstand und darauf hinwies, dass hier fotografieren ohne Erlaubnis nicht gestattet sei, schon gar nicht gewerbliche Fotografie. Ich würde sagen, sie hat noch mehr nicht verstanden, diskutieren lohnt dann aber nicht. Wir versuchen, nachträglich eine solche Fotogenehmigung für dieses „nichtkommerzielle Event“ zu bekommen. Von daher, schauen wir mal, ob wir Bilder von dort zeigen dürfen.

Inzwischen haben wir die Bilderfreigabe Dank Kalis Beziehungen bekommen (man mag sich gar nicht vorstellen, welcher Art diese sind, sie ist ja auch eine Domina). Prima, wir können sie also nun zeigen 🙂

  • Station 6 - U-Bahn Fahrt zum Chlodwigplatz

Aber nun rein in die U-Bahn 17, dagegen hatte die Dame ohne Humor nichts, wir konnten unsere KVB-Gruppenkarten nutzen. Und den Mädels war das auch ganz recht, endlich wieder wärmer. Paar Leute waren in der Bahn und grinsten fröhlich bei unserem Anblick vor sich hin. Schade, nur 2 Stationen sitzen, und schon wieder raus.

  • Station 7 - U-Bahnhof Chlodwigplatz

Bedauerlicherweise musste das Fotografieren im Inneren nach dieser KVB-Damen-Erfahrung leider ausfallen 🙁

  • Station 8 - Chlodwigplatz

Dann eben oben auf dem Chlodwigplatz. Opps, meine Misstress Robin verschwindet, während wir uns in den Fahrstuhl einschachteln, fährt sie Rolltreppe! Aber wir haben uns oben wieder getroffen. Hier bitte schön, ist meine Leine 🙂

Das erste Mal eine wirklich große Menge an Menschen, die von uns Notiz nahm. Naja, eher Notiz nehmen musste, auffällig und bunt genug waren wir ja, aber nicht laut. Und eigentlich genau da begann unser Fotomarathon, der uns vor die Linsen von Hunderten von Handys und Fotoapparaten brachte. Praktisch jeder, der was zum Ablichten dabeihatte, hielt drauf (und jetzt sind wir doch alle froh, dass außer Kali jeder eine Maske aufhatte). Oder bat uns für um ein(!) Bild mit sich und uns darauf „für die daheim“. Robin witzelte an Ende der Tour, wenn wir auch nur für jedes Bild 1 Euro bekommen hätten, wären wir wohl mit mehreren Tausend am Ende davongezogen. Wollen wir aber gar nicht, wir haben Spaß miteinander, freuen uns aber natürlich auch, dass es so gut ankommt. Also schön posieren für unsere Gruppe, mit den ganz vielen anderen Fetis und solchen, die es noch werden wollen 🙂

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass da die Sonne schon richtig nett schien? Wurde jedenfalls schon spürbar wärmer. Am Ende auf zur Straßenbahnhaltestelle der Tram 15, gleich um die Ecke, die ist wenigstens im Schatten. Wir wollen nämlich zum Medienhafen, zwar nur eine Station, es zieht sich aber.

  • Station 9 - mit der Straßenbahn von Chlodwigplatz nach Ubierring

Hat ein wenig gedauert, bis die Bahn kam, Zeit genug, die neugierigen Fragen der mit uns wartenden Passagiere zu beantworten. Ja, ich schwitze immer noch, nein, das ist nicht zu kalt, … Auweia die Tram, die da auf dem Gleis gegenüber auf der Gegenspur gerade anhielt, hat sich ordentlich nach links geneigt, auf einmal hingen da alle an den Fenstern! Warum nur??

Rein in unsere Bahn, gut festhalten und los. Am Ubierring, der Endhaltestelle der Tram wieder raus, aber weit kamen wir nicht. Von vorn sprintete der Straßenbahnführer auf uns als Gruppe zu … zog das Handy raus … und meinte, er hat nicht jeden Tag solch nette Passagiere, ob er mal ein Foto von uns machen können. Also ordentlich postiert, die Straßenbahn hat jetzt wohl ein paar (Silikon-)Ölflecken 🙂

  • Station 10 - Walk im Medien-Hafen (Rheinauhafen Köln)

PhareaNutello bezeichnete dieses Stück Weg als den Beginn des Herzstückes der Tour. Vom da aus am Rhein entlang bis zum Dom sind es ungefähr 2,5km. Und nein, wir laufen, nehmen nicht die Touri-Bimmelbahn, das sei viel besser. Er sollte recht behalten.

Schon beim Weg von der Straßenbahnendhaltestelle rüber die 100m zum Rhein wurden wir vielfach beäugt. Und fotografiert, nicht nur von unseren 3 Fotografen.

Ah, das Telefon klingelt bei PhareaNutello, ein Fotograf vom Kölner Express, ist in der Nähe. Diese lokale Boulevard-Zeitung hatte sich in den Tagen zuvor bei Kali gemeldet, wollte unser Event journalistisch etwas mit Bild und Text für ihr Blatt in Szene setzen. Damit der Beitrag nicht sofort mal wieder in die sonst ganz schnell gefundene „Schmuddelecke“ kommt, hatte Kali mit dem Journalisten im Vorfeld ein telefonisches Interview geführt und vieles klargestellt. Es versprach, ein vernünftiger Artikel zu werden, wir hatten deshalb auch nichts gegen hübsche Bilder dafür. Er kam dann auch relativ schnell, machte 2 bis 3 Bilder und weg war wieder. Fix der Kerl, wir waren gespannt, was dann da rauskommt.

Das schöne Wetter hatte natürlich auch andere auf die Idee gebracht, dort im Rheinauhafen zu flanieren, wir sind also die ganze Zeit umgeben von jede Menge Fußgänger und Radfahrern. Und einigen anderen Fotografen, die Influencerinnen für die gerade in Köln anstehende Fitnessmesse FiBu in sportlichen Klamotten, leicht bekleidet, ablichteten. Mit einem Mal waren die Mädels doch wahrlich Nebensache 🙂
Das Wetter war inzwischen richtig schön, Sonnenschein, paar kleine Wölkchen, 21°C oder sogar höher und auch etwas Wind dort am Rhein, es lies sich gut aushalten. Nur für Kerberos nicht, er wurde jetzt schon auf Socken gesichtet, die Füße!!

Hallo, ich bin der Fotograf vom Express, kann ich jetzt Bilder machen von euch? Grübel grübel, da war doch schon einer da. Und der sah anders aus! Egal, dann eben noch paar Bilder. Wie der andere, 2-3 Fotos und weg war er. OK, wir waren wohl so wichtig, dass sie lieber 2 statt gar keinen schicken. Oder die haben sich drum gerissen, wer weiß.

Nun standen wir da, direkt unter den Kranhäusern. Zeit für eine kleine Pause? Klar, gerne, also dann pipi machen, Cola trinken, wer mochte Eis schlecken, paar eigene Fotos schießen und mit den interessierten Menschen dort unterhalten.

„Auf“, hieß es von PhareaNutello nach ca. 30min, „es geht weiter!“. Erst mal Fotos machen!

Am Nachturinal mussten wir, wie auf dem Bild zu sehen ist, alle ganz furchtbar dringend! Braucht ja jetzt nicht jeder zu wissen, dass wir gerade aus unserer Pause kamen 🙂

Seht ihr da vorn die bunten Stelen, das ist das Schokoladenmuseum, da treffen wir uns. Während wir schon mal frohgemut loswanderten, humpelte uns Kerberos mehr oder weniger schnell hinterher, der Arme.

  • Station 11 - Schokoladen-Museum

Wir waren nun im Mittelteil unserer Strecke am Fluss entlang zum Dom hin, die Anzahl der Menschen hatte sich mindestens verdoppelt, die Aufmerksamkeit auch. PhareaNutello instruierte uns, wir müssen schnell sein an den großen Aufstellern, die sind heiß begehrt, jeder stellt sich zwischen zwei, posiert kräftig, dann machen wir dabei schnell ein paar Bilder. Na dann ran, gegenüber das Freilichtcafe genoss derweil unsere Aktion.

Weiter, um die Ecke rum, die Schokohasis, ach wie süß! Wurden ebenso von uns okkupiert und wer wollte, durfte auch gerne mal an ihnen schlecken 🙂

  • Station 12 - Altstadt – am Rheinufer entlang, Brücke hoch, Pegel Köln

Gleich nach dem Schokomuseum ist eine beliebte Brücke, wo man schön von einer kleinen Aussichtsplattform über den Rhein schauen kann. Da hoch, 50 Stufen? Ja! Kali fragte in die Runde, wie sie denn die ca. 20m zur Treppe über dieses furchtbare Kopfsteinpflaster mit diesen hohen Stiefeln hinkomme? „Tragen?“ „Na dann macht mal.“, war die Antwort. Latexsvente handelte sofort, unsere Göttin Kali war sehr zufrieden, allerdings die Treppenstufen musste sie dann doch alleine hoch steigen 🙂

Oben eine Menge Leute, haben uns aber Platz gemacht für unsere Fotosession. Es wollten natürlich auch ganz viele wieder Bilder mit uns auf ihren Handys haben, kennt man ja schon (wie war das mit dem 1 Euro pro Bild?).

Kali wurde dann wieder vom Fuße der Treppe zurück bis zur kleinen Brücke übern Jachthafen getragen, ließ Latexsvente sich nicht nehmen (obwohl es da inzwischen schon mehrere Bewerber gab!).

Weiter entlang Richtung Deutzer Brücke, umgeben inzwischen von einer Traube von Menschen mit Handys in der Hand, die danach auch nie mehr so richtig von uns weichen würden, so hatte man jedenfalls den Eindruck. War übrigens immer wieder lustig zu sehen, welche Reaktionen unser Erscheinen und Outfits bei den/die uns Entgegenkommenden auslöste. Vom überrascht aufschauen und enthusiastisch grinsen über „Ach nee, ich seh‘ euch nicht!“ – Gesicht bis hin zum „Oh Gott, Nein!!“ - Gemurmel. Die letzteren nur sehr vereinzelt, vielleicht 1-2%, die ersteren schätzungsweise ca. 10%. Das sind dann die, die vermutlich das nächste Jahr mitgehen werden, Kali, plan schon mal. Und die uns gekonnt Übersehenden? Naja, manche bleiben stur, aber bei vielen sah man am Ende die Augen sich schon in Richtung uns bewegen. Besonders dann, wenn der jeweilig begleitende Partner nun wo ganz anders inzwischen hinschaute. Man will ja nicht gucken, aber sehen schon! 🙂

Ach schau mal Robin, das ist dieser berühmte „Pegel Köln“, wohlbekannt aus dem Fernsehen, wenn es hier mal wieder jede Menge Wasser gibt. Bild davor? Natürlich! Muss man, wenn schon mal so wenig Wasser ist. Also im Rhein, im Anzug steht glaube ich schon einiges bei manchen von uns.

Davor hatte es allerdings schon Kalis Stiefel entschärft. Nein, nicht wegen dem Tragen vor der Treppe, eher wegen dem „Nicht-Tragen“ die ganzen 4km davor! Das Tragen auf der Tour fand sie eigentlich eine Klasseidee und hat schon mal verkündet, Freiwillige bei der nächsten Tour bitte vor! Ich bin dann mal raus, Rücken und so 🙂 Ihre Stiefel wurden dann gegen elegante Pumps getauscht, auch nicht schlecht, sieht man gleich viel mehr von den langen schicken lila Latex-Strümpfen.

Und immer wieder paar Fotos zwischendurch, die Pavillons bieten sich ja richtig dafür an 🙂

  • Station 13 - Deutzer-Brücke mit Anketten der Sklaven

Die Deutzer Brücke, ah kenn ich, ist die Eisenbahnbrücke mit den Unmengen von Schlössern beim Dom. Da waren wir doch erst im November 2018 zur großartigen Party zum 50.Geburtstag der großartigen Eva. Damals war die relativ leer, dieses Mal hingegen, knacke dicke voll. Das man den eh schon hohen Menschen-Füllgrad der Rheinwiese dort unten noch hier oben übertreffen kann, war überraschend, aber möglich. War auch ein bisschen ein anderes Publikum. Während unten am Ufer mehr so die einheimische Jugend sich vergnügte, waren hier auf der Brücke die asiatischen Touristen, nein, noch nicht in der Überzahl, aber deutlich mehr. Und die waren noch ein wenig mehr von uns begeistert als diese da unten. Eine japanische Omi wollte unbedingt ein Foto von uns machen, für ihre Enkelin. Hat auch sehr höflich gefragt. Jetzt bin ich mal gespannt, ob wir irgendwann diese Enkelin in unserer Truppe begrüßen dürfen 🙂

PhareaNutello hatte sich für diese Station ausgedacht, dass alle Sklaven von Kali mit ihren Ketten mit extra dafür besorgten Schlössern an der Schlösserwand festgemacht werden sollten. Puh, Glück gehabt, bin eine nette Katze und die ist sensibel, darf man nicht einfach irgendwo festketten und vergessen! Also hielt mich Robin fest. Carsan wollte als Eisenbahn-Ingenieur unbedingt, dass eine Bahn hinter uns durchrumpelte, kurz warten, jetzt!

Hat natürlich nur geklappt, weil unsere beiden Fotografen sich todesmutig in den Fluss der auf beiden Seiten immer weiter heranströmenden Menschen geworfen haben und ihn kurzfristig für einen Moment der Weite vor uns stoppen konnten, ehe dann über uns die nächste Woge zusammenbrach. Denn viele wollten auch da wieder ihre Handys mit uns oder sich inklusive uns, schmücken. Und warm war es dort! Kein Schatten, kein Wind, da lief einfach alles.

Ach was, egal, noch ein wenig Fotos mit Robin, Carsan und unserem Fotografen „fetish.art.photography“ dort machen, hat auch was.

  • Station 14 - Grande Finale an der Domplatte

Auf nun, zum Finale an der Domplatte. Wir wussten ja, rein in den Dom können wir eh nicht, gehört sich einfach nicht. Die dem Bahnhof zugewandte Seite der Domplatte wird ja inzwischen scharf überwacht seit gewissen Vorfällen dort, die auch nicht. Aber PhareaNutello meinte, auf der anderen Seite des Domes gibt es zwei hübsche Brunnen, da treffen wir uns. Und es war wirklich besser, jeweils alleine in kleinen Grüppchen zu gehen, so oft wie man aufgehalten wurde für Fotos. Überall war es eng, voller neugieriger Menschen. Mmh, einer prüfte sogar mal mit den Fingern, wie sich mein Latex auf der Schulter denn so anfühlt, hat jetzt Silikonöl dran, Pech.

Aber nun geschafft, alle haben den Brunnen erreicht. Aufgestellt waren wir schnell, aber Platz für’s Bilder machen, eher schwierig. Ich habe mal kurz durchgezählt, 60 Mann/Frau standen da unmittelbar vor uns 9, wer konnte, mit einem Handy oder einer Kamera in der Hand. Und immer wieder wollten Personen mit aufs Bild, wo wir doch noch gar kein eigenes hatten! Irgendwann hat es geklappt.

So, eigentlich war lockeres Auflösen angedacht, aber der Brunnen gleich gegenüber reizt. Also den auch noch mal zusammen in Beschlag genommen für ein paar Bilder. Musste allerdings mit einem lauten „Miau!“ die kleinen Mädels einschüchtern, die partout mit aufs Foto wollten. Böse Katze, ganz böse Katze! 🙂

Und so richtig trennen konnten und wollten wir uns dann immer noch nicht, lasst uns doch vor den Dom gehen, in genügender Entfernung vor den Eingang, und dort das Abschlussfoto machen. Gute Idee. Da war es natürlich genau so voll, aber es hat recht schnell dieses Mal geklappt. Dann bekam noch jeder ein Einzelfoto mit unserer tollen Führerin, der Contessa Kali.

  • Station 15, die Fotosession danach

Nach einer kleinen Verabschiedung von PhareaNutello gingen die einen schon mal zum Umziehen ins Hotel zurück, Robin, Carsan, die beiden anderen Fotografen und ich noch mal zur Deutzer Brücke. Robin wollte eben unbedingt noch ein paar Fotos von sich ohne Maske, aber mit uns, gerne. So zogen wir dann doch, nachdem sie sich wieder hübsch gemacht hatte (Maske und Make-Up sind halt nicht unbedingt kompatibel) über die „verbotene Domplattenhälfte“ zur Brücke. Und dort konnte Robin sich als Dompteuse zweier netter Tierchen mal so richtig profilieren. Sogar die Peitsche hat sie geschwungen, pah, ich als Katze stehe da drüber. Oder halt auf allen Vieren.

Ich war dann doch froh, als wir Richtung Hotel aufbrachen, meine Stiefel sind zwar ganz gut, aber die Füße waren doch langsam der Meinung, wir mögen nicht mehr!! Recht habt ihr, reicht, jetzt schon über 6 Stunden im Outfit im Freien, ihr braucht mal wieder Ruhe. Der Weg zurück am Rheinufer entlang, unspektakulär, außer das mal wieder alle paar Meter für das nächste Handy-Foto angehalten werden musste. Ein kleines Video ist auch dabei entstanden 🙂

Carsan war dann noch so galant, Robin über ein kleineres Stückchen Kieselsteine zu tragen, ihrer Schuhe wegen. Mimimi, auf die Idee, mich dann auch noch abzuholen, kam er leider nicht, musste selbst laufen, meine Füße tun auch weh! 🙁

Knapp vor 17:30Uhr im Hotel, tschüss Robin und Dein Mann, wir sehen uns in Essen im Hotel Bredeney zum Easter Fetish Weekend in 2 Wochen wieder, ich freu mich auf euch.

Hoch ins Zimmer per Fahrstuhl mit Kerberos‘ Hilfe, aha, alle schon umgezogen. Also raus aus dem Anzug, nanu, warum laufe ich so aus im Schritt?? Oh oh, 2 längere Löcher im Schrittbereich, gleich neben der Naht jeweils, das kann nicht gut sein. Klebe ich dann zu Hause.

Kali ließ sich derweil noch von Carsan die Füße massieren, sie hat es deutlich gut. Aber Vicky, das ist eigentlich Dein Job, und zwar die ganze Nacht, meinte sie! Geht nicht, ich nehme ihn dann mit zu mir nach Hause, wo sein Auto steht.

Wie ist die Planung für die nächsten Latex-City-Touren? Berlin zum GFB? Wird bei mir wohl leider nicht klappen. München am BoundCon-Samstag im Mai? Gute Idee, ich wäre dann mal zu dieser Schandtat bereit! TortureShip-Samstag in Friedrichshafen? Eher nicht war die einhellige Meinung, da gibt es in der Stadt nicht viel zu sehen, außer dem Schiff und da sind schon ganz viele Fetis.

Na denn, wir sehen uns, und das freut mich.

Und wow, noch während wir heimfuhren, hat der Kölner Express in seiner Online-Ausgabe schon seinen Artikel über uns veröffentlicht, habe ich mir dann zu Hause durchgelesen und möchte ihn euch natürlich nicht vorenthalten:

Mitten in Kölner City: Mütter sehen skurrile Fetisch-Fans und haben sofort einen Wunsch

Und Yippie, wir waren auch am nächsten Tag (08.04.2019) in der Printausgabe, ich hoffe, das ist OK, diesen kleinen Ausschnitt hier mit zu veröffentlichen 🙂

Ich finde ihn ganz gut, obwohl der Anteil von „Lack“ bei uns doch sehr wenig war, egal. Jedenfalls kommt er nicht „schmuddelig“ rüber, danke.

Fazit:

Latex-City-Tours, ein Event der Extraklasse, das von der göttlichen Contessa Kali und ihrem Mann Kerberos von Kali hervorragend organisiert wird! Macht richtig Spaß, man trifft jede Menge gute Freunde, lernt interessante Orte kennen. Die Tour ist bunt, sicher auch ein wenig schrill, auf jeden Fall aufregend! Aber wer die Öffentlichkeit und die damit verbundene Aufmerksamkeit hinter seiner Maske nicht scheut, der ist hier genau richtig. Gerne wieder, wenn es mal örtlich und zeitlich klappt, es lohnt sich!

4 Antworten

  1. Rub Rubsubsea

    Wieder ein absolut genialer Bericht von Dir. Aber auch die Tour, sensationell. Durch den Bericht und die fantastischen Bilder ist man so zu sagen fast dabei gewesen. Danke.
    Freu mich sehr auf die nächste Tour bei der wir uns dann wieder sehen.
    Rubsubsea

    • Katzentatze

      Danke schön 😉 Ich freu mich auch schon auf den 25.Mai 2019, zur nächsten Tour in München bin ich wieder dabei 🙂 Und dann sehen wir uns auch wieder!

  2. Antoinette Kali

    Danke für diesen echt wunderschön geschriebenen Bericht. All die tollen Erinnerungen werden nochmal geweckt und die Vorfreude auf’s nächste Mal wächst 🙂

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