Asuka als Rei Ayanami in ihrem Plugsuit Number 9 auf der Film & Comic Con in Offenburg 2018

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Endlich mal wieder ein Cosplay-Event, das letzte war schon 2 Monate her und die AniMagic in Mannheim letzte Woche wollte ich mir nicht antun. 36°C ist schlichtweg unter so einer Kigurumi-Maske nicht lange auszuhalten, es wird unerträglich warm. Aber der Wettergott hatte ein Einsehen und hat genau für diesen 11.August 2018 mal eine Hitzepause eingelegt. Nicht das es nun mit angesagten 26°C besonders kühl war, aber immerhin.

Offenburg, so ca. 240km weit weg und wurde als die Nachfolge der Film & Comic Con in Karlsruhe 2017 angekündigt. Es gab im Nachhinein für Karlsruhe ein paar Kritikpunkte, zu klein von den Räumlichkeiten her und Parken relativ teuer. Mit dem Umzug der Veranstaltung nach Offenburg sollte das schon mal besser werden.

Also Samstag morgen schon mal frohgemut in meinen Special-Catsuit von Fantastic Rubber geworfen, den ich extra für diese Manga-Figur „Rei Ayanami“ aus der Neon Genesis Evangelion – Serie habe anfertigen lassen (nach einer Vorlage in einem Youtube-Video, dort allerdings in Lycra). Dazu den Speer des Longinus, den mir Laura gebastelt hat (zur Rei Number 9 gehört eigentlich so eine Art große Sense, aber egal, muss so auch gehen, die wenigsten werden es merken) und diese lustigen kleinen Accessoires, die nun mal so eine Pilotin eines großen Kampfroboters so benötigt: Gehirnwellenverstärker auf dem Kopf (von Feitico) und die sechseckigen Schaltelemente an den Armen (von LLde Saxe Fashion). Kigurumi-Maske (von Kigurumi Planet) mit den blauen Haaren zur Rei umgebaut, konnte losgehen.

Ich hatte allerdings beim Anziehen vom Catsuit gemerkt, oh oh, der Schrittreißverschluss hinten schließt nicht wirklich den Reißverschluss, der geht immer wieder von hinten her auf. Der vordere Schließer verschließt den SRV aber noch sicher, also die Stelle, wo die beiden Schließer zusammen stoßen, möglichst weit nach hinten gepackt, hoffentlich hält es, sonst steht man ziemlich nackig an entscheidender Stelle da. Gott sei Dank hat es gehalten, den ganzen Tag über. Muss jetzt mal schauen, ob ich es durch vorsichtiges Zusammendrücken des Schließers hin bekomme oder ob Peter’s Firma tätig werden muss. Ist halt nur blöd, wenn man sich zum Pipimachen so verrenken muss.

Nun mal los, macht Spaß, so im Catsuit mit den Tüten vorn dran, durch die Gegend zu fahren. Interessiert wie üblich überhaupt keinen.

Nach 2,5Stunden (inklusive einmal Erdgas-Tanken und 2 Pipipausen an der Autobahn, der Kaffee wollte raus) angekommen. Schon mal positiv, es gibt vor der Messehalle in Offenburg einen wirklich großen Parkplatz. Für 3€ den ganzen Tag kann man auch nicht meckern, ist völlig OK. Allerdings ist es eben auch ein offener Platz, d.h. Schatten ist nicht und wir hatten schon 25°C. Wird lustig. Das Anlegen der restlichen Teile (Speer zusammenschrauben, Stiefel anziehen, Kopfhaube, Handschuhe, dann Handy, Ticket, Fotoapparat, etwas Geld in die Bauchtasche packen) und natürlich die Kig-Maske aufsetzen, äh ja, alles etwas erschwert in der prallen Sonne. Aber was soll’s, wer bei so was mitmachen will, muss auch was dafür tun. Um mich herum waren ja an den anderen Fahrzeugen auch schon jede Menge Elfen und andere geheimnisvolle Wesen zu sehen.

So ging es dann die ca. 50m bis zum Eingang. Ah, falsch, bitte rechts, erst durch die Waffenkontrolle. Haben sie ein Ticket dabei, klar (fluch, das war in der Bauchtasche, Speer irgendwo hin gestellt, Ticket rausgeklaubt, blaues Bändchen erhalten, weiter). Ja wo halten sie denn ihre Waffe so bei den Fotos?? Mmh, hier in der Mitte. Da kommt da unser geschmackvolles grünes Bändchen drum, nun ist sie geprüft und wir sind sicher, Sie können damit keine Abmurksen (wenn die wüssten, was ich alles kann!!) 🙂

Endlich rein in die Halle, naja, viel kühler war sie nicht. Gleich rechts die Ghost Busters (aus der Schweiz). Holla, liebe Maid, können wir ein Foto zusammen machen? Ja natürlich. War dann das erste einer ganzen Reihe von Fotos. Ich wurde immer wieder angesprochen, vor allem auch von Eltern mit ihren Kindern oder von den Kindern selbst, die ihre Eltern herbei schubsten. So eine Püppi kommt wohl an bei ihnen, Speer stört nicht. Im Laufe der Veranstaltung wurde ich aber auch von anderen Cosplayer angesprochen (jetzt mal ohne Fotos), starkes Outfit was Du da hast. Hatten andere ja auch an, es waren bemerkenswert fantasievolle zu sehen. Man tauscht sich dann so sein Instagram-Accounts aus, guckt sich Bilder auf den jeweiligen Handys an und sinniert darüber, das Latex ja eigentlich etwas warm heute ist. Stimmt, ich war so ca. 8x auf der Toilette, um sich den Schweiß, der aus der heißen Maske auf meine Brüstchen tropft, weg zu tupfen. Sieht sonst nicht so doll aus.

Toiletten hatten sie reichlich, weiß nicht, vielleicht 5 Stück jeweils, jedenfalls keine Überfüllung in Sicht. Die Veranstaltung an sich, ich würde sagen, ca. gleiche Anzahl der Teilnehmer wie in Karlsruhe vor einem Jahr, aber mehr Aussteller. Und die Halle (es gab eigentlich 2, die zweite musste man etwas suchen und war dementsprechend auch etwas weniger besucht) war deutlich größer als in Karlsruhe. Es hat sich also etwas alles verlaufen, so eine Gedränge, wie ich es zum Beispiel auf der Connichi letztes Jahr erlebt habe, war nirgendswo. Ideal für Cosplayer fand ich, Raum, um sich zu zeigen. Und wie geschrieben, vieles äußerst sehenswert.

Ach guck, gleich nach den Ghost Busters mit ihrem Wagen aus dem Film habe ich Marc, dem Chef von „Lights2Pixel4Art“ getroffen.

Wir kannten uns schon von anderen Veranstaltungen und es war mir eine Freude, ihn wieder einmal vor mir zu haben. Als Chef der „Promi-Fotobox“ (da konnte man sich mit den Promis aus Ghost Busters bzw. Games of Thrones zusammen ablichten lassen, aber in den Pausen dazwischen hat er auch ganz normal für alle anderen hübsche Fotos gemacht, wer wollte, konnte sich sogar das eine oder andere gleich ausgedruckt mit nach Hause nehmen) konnten wir nicht widerstehen, meine Rei Ayanami auch gleich mal fotografisch der Nachwelt zu erhalten. Ich finde jedenfalls, hat sich gut präsentiert, meine kleine Maus (nur Petra meint, hast wieder mal vergessen, den Bauch einzuziehen .... 🙂 )

Ja so geht man dann durch die Hallen

, bleibt bei der Bühne stehen (mit Gesprächen mit den Stars, Performance-Aufführungen, Auslobung des besten Outfits)

,schaut sich die Stände an

und natürlich immer wieder Cosplayer überall.

Impcos_impatient_cosplay“ hat mich auch von Karlsruhe her wieder erkannt, an meiner Maske (damals ja als Asuka Langley Sohryu mit Kigurumi Planet unterwegs gewesen), ist schon eine imposante Persönlichkeit mit seinen 2m.

Langsam wurde es auch noch wärmer, als es ohnehin schon war, also hin zu Marc, Kig-Maske und Speer deponieren und was zu Essen und Trinken organisieren. Gab von Brötchen bis zu Steak im Brot (für 4,50€) eigentlich eine ganze Menge. Blöd war nur, am Stand, wo es das Essen und Trinken links und rechts gab, war zwar mehrfach angeschlagen, was man so käuflich erwerben konnte. Allerdings hatte man mit dem Trinken in der Hand noch nichts zu essen, bitte an der Schlange nochmal an der anderen Seite für’s Essen anstellen. Das ist für mich auch eigentlich der einzige Kritikpunkt, schlecht organisiert. Für die zunehmende Wärme bei Außentemperaturen von 29°C kann man bei so einer „Provinzmesse“ wohl schlecht klimatechnisch was tun, das wäre schlichtweg zu teuer. Zumal 18€ Eintritt ja nun auch nicht gerade massig viel Geld ist. Das Schöne ist, man kommt auch am Tisch noch zu netten Gesprächen, man merkt halt, man ist in der Cosplay-Szene mit seinem Outfit auch akzeptiert.

Was ich bemerkenswert fand, auf der gesamten Messe waren von den Figuren der „Neon Genesis Evangelion“-Serie außer mir keine einzige zu sehen, keine anderen Kigurumi-Masken sowieso (da gehören definitiv noch ein paar hin!), gab auch nichts für diese Serie zu kaufen (für Games of Thrones, Ghost Busters, Avengers, Starwars und andere moderne Märchen schon).

Trotzdem traf ich auf ein Paar (in normalem Outfit), das schaute mich prüfend an und fragte dann „Rei ???“. Das freute mich schon, erstens, dass meine Manga-Figur erkannt wird und zweitens, dass sich auch andere noch auskennen und neben den bekannten Figuren Asuka Langley und Shinji Ikari auch die Rei Ayanami in einem Outfit wieder erkennen, was es nur in einem einzigen Kinofilm gab, nicht direkt in der Manga-DVD-Serie. Sie waren jedenfalls begeistert von den authentischen Kleinigkeiten an mir (blaue Haare, Kopf- und Armelemente) und natürlich vom Speer des Longinus.

Um sich ein wenig abzukühlen, bin auch mal vor die Türe gegangen, um hab dabei das Security-Team gefragt, ob sie bitte ein Bild von mir machen könnten. Sie haben das wörtlich genommen und genau 1 Bild von mir gemacht 🙂 Na immerhin eines.

Noch mal rein, in Halle 2 fanden neben der Messe auch Workshops statt, klar, zum Thema Cosplay. Ich habe mir mal mit Interesse angeschaut, wie man so (theoretisch) einen Armpanzer designed und dann erstellt. Worbla kam mal wieder zum Einsatz.

In der Halle 1 haben sich inzwischen die Starwars-Fans getroffen, das scheint eine richtig große Gemeinde zu sein!

Es gab auch einen „Photopoint“, hübsch mit Dschungel-Hintergrund ausgestaltet, den haben ganz viele genutzt.

Ich habe auch ein paar dort aufgenommen und konnte sogar einen Fotografen animieren, von mir mal paar (also genau 3) Bilder zu machen.

Noch ein bisschen mit Marc erzählen, drüber spekulieren, wo wir uns das nächste Mal treffen könnten und dann war es mir einfach zu warm. Hab ja im Prinzip auch alles gesehen gehabt.

Halb 3 zurück zum Auto auf dem sonnigen Parkplatz, 29,5°C murmelte das Thermometer, außen. Innen, geringfügig mehr....

So gab ich dann den Plan auf, mir den Plugsuit vom Leibe zu reißen und in Baumwolle zu schlüpfen. Statt dessen, Klimaanlage voll auf, losfahren und warten, dass das Geriesel nachlässt. Irgendwo nach 10km wurde es dann angenehmer. Nun lass ich den Anzug eben an.

Ab nach Hause und ab unter die Dusche. Obwohl, ich war ja erst 10h drin, und in dem Catsuit war ich schon mal 18h, ist mein Recordhalter. Nee, zu warm und außerdem, wer weiß, wie lange der Pipizip noch ohne Nachbearbeitung hält ...

 

Fazit: Mir hat es gefallen in Offenburg. Ist größer, auch einfacher zu erreichen, die Parkmöglichkeiten sind meilenweit besser. Was schade ist, die Messe liegt ziemlich an Rande der Stadt, wie damals in Karlsruhe noch ein wenig die Innenstadt verunsichern geht nicht. Das Publikum ist dasselbe nette, ich denke, da werde ich nächstes Jahr wieder hinfahren und mal schauen, wie es sich entwickelt.

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