Zu Gast bei den Kigurumi – ein Tag auf dem Eurokig Meeting 2018 (5 Days of YEAH) – Event in Eschwege

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Die Kigurumi treffen sich jedes Jahr auf einem langen Event, um dort mal unter sich zu sein und ihrer Leidenschaft zu frönen. So auch dieses Mal in Eschwege im Gästehaus Blaue Kuppe, beim Eurokig Meeting 2018 (5 Days of YEAH) – Event.

Ich konnte leider nicht die gesamte Zeit dabei sein. So habe ich aber die sich bietende Gelegenheit genutzt, um den Samstag (das Treffen ging von Mittwochabend bis Sonntagvormittag) einmal dabei zu sein zu können, Freunde treffen, Outfits und Masken zu bestaunen. Vorher gefragt, was sie denn vorhätten an diesem Tag und ob es OK wäre, wenn ich am Samstag als Gast vorbei käme. Jep, ist OK, komm ruhig.

Das Programm war vielversprechend, zunächst ein „Beach-Shooting“, dann auf zu einer „Vulkantour“ zur "Blaue Kuppe", einer imposanten Erhebung vulkanischen Ursprungs mit Gesteinsformationen aus Basalt und markanten Kratern (nicht vulkanischen Ursprungs), dann am Nachmittag Maid- und Shiny-Shooting, am Abend gemütliches Zusammensein. Klang doch gut, wird sicher ein spannender Tag.

Das Event hatte ich schon von zu Hause aus ein wenig seit Mittwoch verfolgt. Wusste also, dass sie nach dem Grill- und Kennenlernabend am Mittwoch den Donnerstag im Gästehaus (da war schlechtes Wetter mit Regen) mit Workshops verbrachten: wie sitze ich als Kig richtig, wie laufe ich richtig, do’s and not do’s as Kig, worauf muss ich beim Shooting achten, was sind gute Posen, welche Pflege braucht meine Kleidung, meine Maske und mein Perückenhaar, das Ganze in englisch natürlich. Wäre auch was für mich gewesen.

Am Freitag sind sie durch die Stadt Eschwege gezogen und haben dort in der Stadt und im Stadtpark als 17 Kigs gemeinsam Bilder gemacht. Das war dann so auffallend, dass sie sogar direkt in die Zeitung kamen. Nicht nur als Link in der Online-Ausgabe, sondern auch später in Papierform. 🙂

Klang alles spannend, die wollte ich mal real kennenlernen. Also frohgemutes hin gerollert.

Eschwege ist so ca. 2h von mir entfernt, ein verschlafenes Örtchen ohne Autobahnanbindung oberhalb von Bad Hersfeld, rechts von Kassel, aber mit viel grüner Natur drum rum. Das Gästehaus liegt ca. 3km außerhalb und ist ideal für diese Art Event geeignet gewesen, etwas abgeschieden, Wiesen, großer Waldbestand drum rum, schön ruhig, eigene Küche, großen Essraum, Fernsehraum und für, glaube ich ca. 26 Menschen ausgelegt, mit 1 bis 4-Bettzimmern.

Angekommen tummelten sich schon die ersten Kigs auf der Wiese vor dem Haus, das Beach-Shooting stand an. Bikini und Badeanzüge hat meine Asuka Figur nicht (und außerdem muss ich da viel zu lange den Bauch einziehen), aber hey, ehe ich nur zugucke, mache ich eben paar Bilder. Wir hatten jede Menge Spaß mit Nathalie als Mermaid in ihrer großen Muschel, Wendy mit ihren Seifenblasen, Sabine mit ihren verrückten Ball-Ideen, den liebenswürdigen Miyu, Mariko , MillhioreNoël, ....

Auch ein paar Videos sind entstanden, diese hier zeigen so ein bisschen die Atmosphäre dabei.


Andere Kigs, die jetzt nichts Richtiges für einen Strand dabei hatten, schauten zu.

Nach dem Shooting allgemeines Umziehen, Zeit auch mal ein paar Bilder so zu machen.

Bisher hatte ich kaum jemand (außer Nathalie, sie ist eben eine Mermaid) ohne Maske gesehen, dass sollte auch noch ein Weilchen so bleiben. Denn sie wollten in ihren Outfits zum und in den Vulkan. Den konnte man mit normaler Kleidung ganz gut zu Fuß erreichen, ca. 600m über die Felder und dann bergauf. Ich hatte kurz überlegt, schwing ich mich auch in mein Outfit, der Blick auf meine weißen Plateau-Stiefel sagte mir aber, ach nö. So zog fast die ganze Runde (einige waren wegen eines eigenen Shooting in einem der Krater mit viel Technik – Drohnen, Schwenkkameras – schon mit dem Auto vorgefahren) so über die Felder Richtung Krater. War ein lustiges Bild.

Am Krater kurze Orientierung, aha, es geht ein 1km Rundweg drum rum, gibt einen Süd- und einen Nordkrater, dann versuchen wir es mal.

Gott sei Dank war der Waldweg in diesem Teil halbwegs gut zu laufen, auch mit den Schühchen der Mädchen. Und so wurde immer wieder kurz angehalten, um Fotos zu machen.

Der Nordkrater sieht schon imposant aus. Wenn man sich vorstellt, hier war mal ein Höllenschlund unter unseren Füßen gewesen. Man sieht jetzt noch sehr bizarre Felsformationen, ein Schild weist drauf hin, „Betreten verboten“, der Trampelpfad mittendurch sprach aber Bände, daran hält sich hier eh keiner. Zeit für das erste Gemeinschaftsfoto im Krater.

Auf zum Südkrater, ah, da sind die anderen gerade bei ihrem Shooting.

Lassen wir sie mal, der Südkrater besteht aus 2 Teilen, wir nehmen den auf der anderen Seite des großen Basaltfelsen. Jetzt wurde es aber langsam auf dem Rundweg ungemütlich. Die Kigurumi-Masken haben je nach Typ eine relativ begrenzte Sicht (meine geht zum Beispiel gut nach vorn, aber nach unten bei Stufen sehe ich die nicht, muss ich mich rantasten mit dem Fuß), einige Kigs mussten dann buchstäblich an die Hand genommen und geführt werden, schon aus Sicherheitsgründen.

Dafür hat uns dann der Kraterteil entschädigt, viele Einzel- und Gruppenbilder entstanden.

Auch ein paar andere Besucher kamen, fanden die Outfits „entzückend“.

Danach war der Weg so abfallend, dass wir uns aus Sicherheitsgründen dafür entschieden, nicht dem Rundweg zu folgen und stattdessen auf dem Weg zurück zu laufen, den kannten wir schon und nur eine Stelle war gefährlich für Kigs.

Mitten drin haben wir die Gelegenheit genutzt, um noch mal ein „drapiertes Gesamtbild“ zu bauen.

Am Nordkrater noch mal Einzel- und Pärchen und dann waren alle geschafft.

Zurück zum Gasthaus, oh was steht denn dort?

Hat aber keiner gehalten, also zurück über die Felder.

Im Gästehaus angekommen erst mal was essen und trinken, alles Mögliche vom Vortag war noch da, reicht erst mal zum Bauch füllen. Dabei zum ersten Mal auch die Gelegenheit, sie alle ohne Maske zu sehen (isst sich wirklich schlecht damit), und so auch mal mit einander zu sprechen (reden sollten Kigs ja unter der Maske nicht, um die Illusion nicht zu zerstören). Das hat ganz gut geklappt, mit den deutschen natürlich in deutsch, mit den anderen auf englisch, das konnten sie alle (bis auf Alexandro aus Spanien, der muss noch lernen 🙂 ). Überhaupt, was für eine Nationenschar da war, der weiteste war Spanien, viele aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden und uns vielleicht 8 Deutsche. Und das hat gut geklappt mit der Verständigung. So habe ich manche bisher virtuelle Facebook-Kontakte in echte umtauschen können.

Eine gute Idee von Sabine fand ich, war es, jedem regulären Teilnehmer ein ausgedrucktes Set mit jeweils 3 Fotos vom Gemeinschafts-Shooting vom Freitag in Eschwege und vor dem Haus auszuhändigen. Wurde dann fleißig genutzt, die Fotos gegenseitig zu unterschreiben, manche haben mich auch gefragt, habe ich gern getan. Ein Bild (ich war ja nicht dabei bisher) habe ich dann auch von Sabine bekommen, vielen Dank noch einmal dafür, hängt jetzt auch an meiner Wand.

Nach dem Essen war Maid- und Shiny-Shooting angesagt. Gelegenheit, endlich auch mal meine Asuka Akira Kig zu zeigen. Oh weh, das eine Auge klappt unten weg. Aber Gott sei Dank war ja „Kigurumi Planet“ mit dabei, sie hat meine Maske gebaut und machte sich sofort ans Reparieren. Mit 2 gesunden Augen dann auf zum Shooting. Unten wartete schon eine kleine Latex-Geisha, auch ein tolles Outfit fand ich. Vanessa machte Bilder von uns, leider hat sie es irgendwann geschafft, die Kamera unabsichtlich so zu verstellen, dass nur noch wenige (per Software mühsam bearbeitete) brauchbare Bilder herauskamen. Habe ich aber erst nach dem Shooting beim ersten Ansehen der Bilder gemerkt. Schade, da waren einige sehr schöne vom Hintergrund und Posing dabei, auch die besondere Augen der Maske der Geisha-Figur kann ich euch leider nicht so zeigen, wie ich sie wahrgenommen habe. Passiert eben, das Shooting wiederholen wir bitte noch einmal! 🙂

Nathalie machte inzwischen Bilder von den anderen Maids.

{Bilder später vom Maid-Shooting von Nathalie}

Zeit, sich noch bisschen ohne Maske draußen hinzusetzen und zu erzählen, Bilder von Vanessa und Kigurumi Planet zu machen. Und mit meiner Maske noch ein wenig das Gelände zu erkunden. Man merkt, Kigs sind eigen, ich hab doch tatsächlich die Bemerkung gehört, „Haut! REEEEE“ (oben meine Schultern). Ja ja, ich habe keine Zentai-Anzug unterm Latex, aber was soll’s, ich fall ja auch so aus dem Rahmen der anderen Kigs, allgemeines Schmunzeln.

Dann war Abendbrotzeit, Zeit für Gemeinschaftsessen im Haus von Wendy und Nathalie gebaut (Glasnudeln, Pizza, Rührei, irgendwas mit Reis und Gemüse, schmeckte alles nicht schlecht), auch wieder Zeit, sich wieder ohne Outfit zusammen zu finden. Ich war auch schon außer Body und Leggings aus meinem raus.

Nach dem Abendbrot gemütliches Zusammensein aller vor dem Haus (außer 4, die wollten unbedingt die restlichen Steaks vom Mittwochabend noch grillen), immer wieder unterbrochen von neuen Outfits, die dann unter manchem Gelächter in gespielten Situation gezeigt wurden.

War lustig.

So gegen 21Uhr wollte ich dann los nach Hause ziehen. Man merkte, ich war an diesem Tag Teil der Gemeinschaft geworden, man sagte und zeigte es, dass man traurig darüber sei, dass ich los wollte. Zum Schluss, und dass habe ich noch nie erlebt, wurde ich von 6 Kigs in ihren Kreis genommen und gedrückt, fand ich echt rührend. Miyu nahm mich noch mal extra in den Arm, wow.

 

Fazit: es war ein schöner Tag, hab viel gesehen, virtuelle zu realen Freunden gemacht, Freundschaften aufgefrischt und neu geschlossen, eine Menge Bilder gemacht und überhaupt Spaß gehabt. Nächstes Jahr findet wieder solch ein Event statt, ich hoffe, ich kann da mit dabei sein.

Inzwischen gibt es ein schönes Video von Blaqut Pictures von Eschwege, eine gute Erinnerung an die Tage dort (wovon ich ja nur einen hatte, nächstes Jahr hoffentlich mehr):

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