Die kleine tolle BoFeWo-Ersatzparty 2020 im Ares

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Wisst ihr noch wie schön das war, als wir uns immer alle zur BoFeWo 2019 in Hofheim bei Wallau getroffen haben? Die Messe ist nun mal durch ihre Helligkeit, günstige Preise, vernünftiges Catering, die vielen Aussteller und nicht zuletzt durch die Mannigfaltigkeit der verschiedenen Outfits aus verschiedenen Genres, wie Latex, Gotik, Lack, Leder, … ein Highlight. Covid-19 hat auch dieses Event mit brachialer Gewalt verhindert, das Konzept, was das Gesundheitsamt dort vorgab, war einfach nicht für den „normalen Feti“ annehmbar. Eine Umfrage ergab, es wären zu wenig Besucher gekommen, die Veranstalter sagten die Veranstaltung dann auch folgerichtig ab.

Umso mehr freute es uns, dass wir auf einer kleinen, privat von Lady Eva und ihrem Dirk organisierten Party im Ares in Rheinbach eingeladen sind, just an dem Wochenende, als die BoFeWo 2020 hätte stattfinden sollen. Keine Ausstellung, aber wenigstens ein Treffen in schnuckeligen Outfits im Sinne der BoFeWo. Also ein jedes war „erlaubt“ und auch erwünscht, solange es nicht gerade normale Alltagssachen waren, das bekommen wir doch hin. 🙂

Einige reisten schon am Freitag an, wir mussten da leider noch arbeiten, so dass wir uns am Samstagnachmittag auf den Weg machten. Zum ersten Mal in diesem „Hotel Nord“ in Rheinbach, dort sollten wir uns alle treffen und auch mal prüfen, ob es als „Rubberhotel“ wie das „Designhotel am Suedfeld“ in Kamen in Frage käme.

Nach erfreulich kurzer und staufreier Fahrt (Rheinbach liegt von uns aus nur rund 200km entfernt) rollten wir auf den (kostenfreien) Parkplatz des Hotels. Oh je, schon ganz schön voll, aber eines der Lücken war dann unsere.

Auf, lass uns mit unserem Gepäck zur Rezeption rollen. An sich ein schönes Ziel, wenn nicht vorher noch das vom Hotel abgetrennte und separate „Raucherkabuff“ rechts am Wegesrand gelegen hätte. Dort saßen nämlich schon eine größere Anzahl unserer Fetifreunde, da geht es natürlich gar nicht, nur mal kurz „Hallo“ zu murmeln! Schön, sich so wieder zu sehen, auch gut bekannte Gesichter der BoFeWo 2019 wie Corinna und ‚Sir Andreas‘ waren dabei, echte Gotikfans. Erstes Knuddeln war angesagt, dieses Schild „nur 4 Personen bitte“ wurde von allen gekonnt ignoriert, wir sind schließlich eine große Familie!

Kaum 30min später waren wir aber dann doch schon mal im Zimmer.

Das ist vernünftig groß, das Bad ist auch nicht zu klein, leider keine Klimaanlage, nur einen „Luftreiniger“ an der Wand, vielleicht Corona-bedingt. Auch schade, unsere Fenster waren Richtung Fernverkehrsstraße gelegen. Naja, für eine Nacht ist das OK, zumal ja morgen Sonntag ist. Und 2 Fliegen mussten auch noch beseitigt werden, ehe sie einem früh ärgern.

„Du, wir müssen uns anziehen, es ist nicht mehr allzu lange Zeit!“ Meine Frau hat recht.

Da ich noch überhaupt keine Bilder außerhalb unserer Wohnung, außer bei der Anprobe, von diesem neuen Anzug hatte, sollte es dieses Mal der „Robotnik“-Catsuit von LatexCrazy werden. Dazu passend das HW Design-Cor13, den Katzenschwanz von Signature Latex, die süße Katzenmaske von Feitico, den silbernen Halsreif von Metall Geyer, paar hübsche Ketten und Katzenstulpen.

Wollen wir gleich mal testen, was das Personal des Hotels dazu so meint. Ich hatte beim Einchecken schon mal angemerkt „Wir werden nachher -etwas- anders aussehen, wenn wir das Hotel verlassen.“, also die paar Ecken herum und tada, so sehe ich aus. „Cool“ kam von dem einen, der andere Mitarbeiter war total unbeeindruckt. OK, keine Ablehnung, so würde ich es mal interpretieren.

Nun noch schnell ein Foto im Zimmer gemacht und an die Instagram-Welt verteilt

Und los ging es die 3km bis zum Ares, aber ohne Maske auf natürlich.

Dort waren wir ja auch noch nie gewesen, nur mit Karam hatten ich ja schon auf Daggis privater Verlobungsfeier Anfang August längere Zeit gesprochen, wir waren also gespannt.

Sehr positiv, es gibt in dem Industriegebiet rund um die Lokation mehr als genug Parkplätze. Da wir ja nun allzu viele sind (laut Lady Eva waren maximal 25 Gäste geladen) standen wir natürlich dann ziemlich nahe des Einganges. Gut so, denn nachts hat es dann geregnet.

Durch den überdachten „Raucherbereich“

dann ins eigentliche Innere und schon stand man in der Schlange.

Mal eben so begrüßen ging nicht. Von Dirk kam die ernste Aufforderung, „Moment, erst hier anstellen, den Zettel ausfüllen, dann erst Knuddeln!“ So wurden brav die Kontaktzettel für das Gesundheitsamt ausgefüllt und erst dann geknuddelt, wie es sich gehört.

So, noch den Rest anziehen (es gibt eine Garderobe mit abschließbaren, kostenfreien länglichen Schränken), Korsett zuziehen und dann auf zur Begrüßung der Übrigen.

Schon beim Anstehen in der (doch recht kurzen) Wartegemeinschaft sah ich jemand sehr Bekanntes, heute aber irgendwie anders, ungewöhnlich gutaussehend. „Anita, bist Du es wirklich?“ musste ich dann fragen. „Ja :-)“ Da sollte man doch einfach Bilder machen!

Nach dem Begrüßen und Beknuddeln aber nun mal auf durch die Lokation, wird Zeit, die sich mal anzuschauen.

Wie man sieht, es ist ein ziemlich stylisches und vor allem offenes Konzept, 4 größere und kleinere Räume, dazu die Toilette mit großer Dusche, alle von einem Mittelgang aus zu erreichen. Das Besondere hier, es gibt keine Türen, keiner kann einen Raum quasi für sich alleine nur nutzen und andere damit aussperren. Finde ich nicht schlecht als Lokationkonzept, man muss es nur wissen, dass „spielen“ an oder auf einem der wirklich unzähligen feinen und durchdachten BDSM-Aufbauten nie ganz -privat- sein wird, Zuschauer jederzeit kommen könnten. Dürfte aber den meisten eh egal sein.

Was einem auffällt ist, wie viel Liebe in Detaildinge gelegt worden sind. Da hat Karam offensichtlich sehr viel Zeit und Mühe investiert, für alles sonst „Gewöhnliches“ etwas „Besonderes“ zu suchen oder vielleicht auch herstellen zu lassen, ich weiß es nicht. Alleine schon die verschiedenen Lampen, die Wasserhähne, die Ausstattung von Bad und den Räumen sind sehenswert.

Dirk hielt dann erst mal eine Rede, sein Glas hat es dieses Mal sogar überlebt. Wünschte einen schönen Abend uns allen, ermahnte noch einmal ein wenig die Corona-Regeln der Lokation einzuhalten, Karam erhielt noch ein nachträgliches Geschenk zum Geburtstag und die Nacht konnte beginnen.

Aber nun erst mal zur Bar, Durst. Wie man sieht, ein paar andere nette hatten dieselbe Idee. 🙂

Die Karte war jetzt nicht riesig. Es gab als Auswahl Bitburger Bier (alkoholisch/nicht alkoholisch), Schöfferhofer Grapefruit(alkoholisch), Cola (normal/light), Wasser, Fanta, O-Saft, Kaffee, Fassbrause, Tee, Espresso. Ich fand, für diesen Anlass (es war ja wieder eine „All inclusive“ – Party für erstaunlich kleines Geld) völlig ausreichend, viel mehr braucht es nicht. Und später sollte es ja noch Flammkuchen aus dem Ofen geben, bin gespannt wie der schmeckt.

Auch darauf, wie denn mein neues Outfit sich hier so macht.

Bis zum Essen ist noch etwas Zeit, mit den Augen klimper… „Jetzt ein tolles Fotoshooting, hier?“ 🙂

„Ja OK, dann leg mal los, ich halte drauf“, meint meine Frau. Lächeln ….

Gar nicht so einfach, das Licht ist meist ziemlich schummrig, mehr dezent und sehr vielfarbig. Und der Blitz der Kamera ist eigentlich zu grell. Aber was soll’s, Fotos zu machen ist immer gut, aussortieren und bearbeiten kann man zu Hause.

Noch mal die Dusche im Bad nutzen, ohne Wasser, versteht sich.

So, nun waren auch die Essensvorbereitungen abgeschlossen, der Flammkuchenofen glühte. Und Karam und seine Freundin produzierten schon mal fleißig die ersten Stückchen.

Lassen wir erst einmal anderen den Vortritt, es ist für alle etwas da und wir haben Zeit.

Und dann war auch für uns etwas übrig. Flammkuchen, so unterschiedlich gemacht, schmeckt wirklich sehr lecker. Wir hatten alles Mögliche drauf, Kürbis, Paprika, Pilze, Hackfleisch, Feigen, sogar Lachs am Ende.

Auch Anita hat es natürlich gut geschmeckt.

Nach dem Essen war endlich auch mal Zeit, sich wieder mit all denjenigen unterhalten zu können, die man so lange nicht real gesehen hatte, neuesten Tratsch und Klatsch inklusive 🙂

Was machen derweil die anderen? Offensichtlich haben sie die Gebrauchsanweisung der Spielgeräte inzwischen gelesen und machen sich daran, diese voller Enthusiasmus auszuprobieren. Irgendwie ist überall was los, auch Andy hat mit seinem Latextower alle Hände voll zu tun. Auch eine kleine Bondage-Vorführung war im Gange, schließlich sind wir hier auf der kleinen Ersatz-„Bondage-Fetish-Welt“.

Lady Eva meint gegen Mitternacht zu meiner Frau, „Du kannst auch -kalte Muschi- hier bekommen, wir haben extra für Dich eine Flasche Rotwein mitgebracht“. Der stand nämlich nicht auf der Karte, somit unmöglich. Dieses Lächeln auf ihrem Gesicht, unbezahlbar 🙂

Und noch ein paar Flachsereien in der lustigen Runde gab es auch, nebst einem guten Kaffee für mich.

Gegen 1 Uhr, immerhin jetzt 7 Stunden seit Beginn des Events, beschlossen die meisten nun doch aufzubrechen, man wird halt auch mal müde.

Mist, der Hotelparkplatz gerammelt voll, Gott sei Dank gibt es noch einige freie Parkplätze hier und da draußen auf der Straße. Ist halt nur beschwerlich, mit dem Korsett und dem Katzenschwanz an, eh schon nicht besonders sitzend, da herum zu kurbeln und zu schauen. Naja, wir standen am Ende doch ganz gut.

Im Zimmer das Übliche am Ende einer Party: kurz ausziehen, alles auf’s Bett werfen und halt, noch paar Fotos machen, bevor es ins Bad unter die Dusche ging.

Und während meine Frau noch mal mit Rotwein unterm Arm und Glas in der Hand sich in Richtung Raucherkabuff verzog, wo die anderen im Kalten und etwas Eingenebelten sich nochmals trafen, verkrümelte ich mich lieber ins warme gemütliche Bett mit dem netten „Luftreiniger“ im Zimmer.

Ihr kennt das „10-Uhr-am-Morgen-Phänomen“, wenn es bis 11Uhr Frühstück gibt? Yeah, jeder, aber auch wirklich jeder, kommt um diese Zeit im Frühstücksraum an. Also baute sich flugs wie aus dem Nichts heraus, eine ordentliche Schlange vorm Kaffeeautomaten auf, der durch seine behäbige Art da noch sein Übriges tat. Und siehe ab 10:20Uhr war man wieder ganz alleine vor dem Ding.

Das Frühstück kostet übrigens dort 9€/Person, überraschend gut und echt auch von der Auswahl her wert, sie geben sich richtig Mühe. Man kann eine ganze Menge dafür auf dem Teller legen, wie man hier sieht.

Leider ging es nun ans Abschiednehmen, aber wir haben es ja gut, die Allermeisten werden wir bei „Haralds Birthday-Party“ in 3 Wochen an gleicher Stelle schon wiedersehen. Das ist doch mal eine feine Aussicht.

Fazit

Unsere kleine BoFeWo-2020-Ersatzparty in der für uns neuen Event-Lokation Ares in Rheinbach bei Bonn fühlte sich richtig gut an. Es war so schön, einige Fetis, zum Teil das erste Mal in diesem Jahr, wieder zu sehen, mit ihnen einen feinen Abend zu haben. Die Lokation selbst ist toll, man staunt, mit wie viel Liebe und Herzblut dort geplant und gebaut worden ist, wie gästeorientiert der Veranstalter ist. Da kann man gern wiederkommen. Machen wir auch, bestimmt 🙂

P.S. Ach so, da war noch die Frage, ob das Hotel Nord in Rheinbach als „Ersatz-Rubberhotel“ für Kamen fungieren könnte. Wir fürchten eher nicht. Es ist zu groß, es gibt keinen offenen, innen liegenden Gemeinschaftsraum (der Frühstücksraum ist abgeschlossen bis früh), es gibt dort zu Nicht-Corona-Zeiten eine öffentliche Gaststätte, dazu ein offensichtlich wechselndes Rezeptionspersonal und es ist eigentlich auch zu „öffentlich“. Schade drum, vielleicht organisiert ja doch noch jemand mal wieder so ein nettes „Rubberhotel“-Wochenende in Kamen irgendwann, wir wären dabei.

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