Erfahrungsbericht Gummi-Gelüste-Party Frechen bei Köln am 28.6.2014

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Hier mein kleiner Bericht zur Gummi-Gelüste-Party, welche am 28.06.2014 in Frechen bei Köln stattfand.

Ich hatte einfach Lust, nach dem positiven Erlebnis der FEW 2014, mal wieder eine Latex-Party zu besuchen. Für mich ist es eher wichtig, eine zu finden, wo es keine Dark-Räume oder so gibt, mir geht es um sehen und gesehen werden, mehr nicht. Und natürlich um nette Gespräche rund ums Hauptthema.

Da es sich um eine private Party auf Einladungsbasis handelt, muss man sich relativ zeitig anmelden, da die Anzahl von Einzelpersonen beschränkt ist. Das hat bei mir auch ganz gut geklappt, die 39€ inklusive Essen und Trinken (oder45€ an der Abendkasse) sind ein guter Preis, habe ich gleich überwiesen gehabt.

Die Anfahrt von zu Hause aus war wegen des stärkeren Regens nicht unbedingt angenehm, aber nach 2 1/4 Stunden war es geschafft. Kein Problem mit dem Parken,vorm Haus war noch ein Platz frei, aber auch im Umfeld gab es genügend kostenfreie. Die Party selbst fand im Bizarro-Keller statt. Der heißt nicht nur so, der ist auch relativ bizarr, überall BDSM-Möbel, von Streckbank über Pranger bis zu Böcken und Kreuzen. Alles schön dunkles Holz mit Nieten verziert.

Es hieß, es gibt ein Umkleidemöglichkeit und eine  bewachte Garderobe. Nun gut, die Umkleidemöglichkeit war dann eine etwas größere Bank neben dem Tischchen, wo immer jemand saß, um das in der Ecke aufgestapelte Gepäck zu „bewachen“. Also alle Mann/Frau dort aus- und wieder anziehen, was aber in der Praxis kein Problem darstellte, die Besucher kamen halt so nacheinander. Ich hab dann meinen rot schwarzen Teufelsanzug rausgeholt, noch mal die Brüstl voll aufgeblasen (Daniel kennt das schon aus Essen), mich ausgezogen, rein in den Anzug, Stiefel an, eine nette Hand zum Zumachen gesucht, Halsband und Röckchen (für das perfekte Teufelinnen-Outfit) drüber, fertig. Dann bekommt man eine Marke für sein Gepäck und eine Nummer für sich selbst. Die habe ich dann im Stiefel verewigt. Maske auf, im Spiegel alles zurecht rückeln und auf geht’s zum Partybereich.

Erst mal alles angeschaut, es gibt eine große viereckige Bar, wo man drumrum sitzen/stehen kann, ein Raum, wo Photoshootings stattfinden, und ein Bereich, wo die ganzen BDSM-Möbel und Utensilien sich befanden, aber auch ein großer flacher Tisch mit einer dreiseitigen Bank. Als aller Erstes zur Bar, was zu trinken holen. Gab alles, von Cola, Fanta über Wasser zu Kaffee, aber auch Sekt, Cocktails und Kölsch. Und so ein richtig typischer Barkeeper, nur mit Jäckchen und etwas, was vielleicht ein knapper Lendenschurz sein könnte, bekleidet,„Ach Junge, Du bist jetzt noch nicht dran“ mit verschmitzten Lächeln und Abwinken mit der Hand, meinte aber meinen Nachbarn, denn ich war dran 🙂

Was sofort auffällt, es sind viele Frauen da, schaut man genauer hin, dann sind es fast immer Paare. Das Motto der Party war ja Gummi-Gelüste. Und so hatten sich alle in schöne Sachen geworfen, einige in Fantastic Rubber Anzügen,auch Frauen, viele in Ganzanzügen, meist ohne Maske, die allermeisten hatten aber etwas Leichteres an, also Kleidchen, Hemden, Jeans, nur Oberteil und Slip. Ein Hingucker waren alle und das war ja auch der Reiz und ein Sinn der Party.Am Ende hatten die etwas freizügigen völlig Recht, dort waren bestimmt 25°C im gesamten Bereich, das war schon ein wenig schweißtreibend im Ganzanzug, vorallem dann, wenn man auch noch eine Maske aufhatte.

Klar hat mein Anzug gleich wieder Aufmerksamkeit erregt, geiler Anzug war so der Tenor, natürlich auch, wer den hergestellt hat. Und die Frauen, mmh, sind wieder auf meine Möp-Möp-Brüstl geflogen. Die haben sie irgendwie interessiert.  Drei wollten im Laufe des Abends unbedingtauch mal anfassen, wie sich das anfühlt und fanden es spannend. Schade fanden irgendwie alle, dass meine einfach aufblasbar sind, das würde bei ihnen nicht so klappen. Für mich unverständlich, deren Naturform war doch völlig OK.  Eine wollte noch Milch abpumpen, aber hey,das geht nicht.

Um 21Uhr ging es los, vielleicht so gegen 22Uhr gab es etwas zu Essen. Kann man nicht meckern, die hatten aufgefahren als Buffet, bestimmt 15 verschiedeneSachen. Ausreichend für alle (es waren vielleicht 40 Mann da, der Marc als Veranstalter meinte, es hätten sich 70 angemeldet). Also schon mal das erste geholt. Während die meisten dann ihre Handschuhe auszogen, war das natürlichbei mir nicht möglich, sind ja am Anzug fest dran. Ging aber ganz gut. Vielmehr hatten die anderen das Problem, als sie noch ihre Handschuhe anhatten, ihre Gläser zu halten, denn so schön eingeölt flutschen die ordentlich.

An der Bar noch ein halbes Kölsch gekippt und der Musik gelauscht. Die hat mir gefallen, alle so 80’ziger und 90’ziger Titel, auch welche von heute, wenn sie in dieser Stilrichtung lagen, nicht zu laut, so dass man sich überall gut unterhalten konnte. Und solche Unterhaltungen fanden reichlich statt. Was auffiel, die allermeisten kamen aus der Ruhrgebiet-Gegend, Düsseldorf, Duisburg, keiner aus meiner Frankfurter, gar Aschaffenburg-Gegend. So blieben am Ende viele nette Gespräche, aber keine neuen Bekanntschaften oder Freunde. Man wollte mich auch unbedingt zur Rubber Night in Dortmund Ende August einladen, aber das ist dann doch zu weit weg für einen Abend hin und zurück. So ein „Partyhengst“ möchte ich nicht werden. Ab und zu ja, aber nicht nun jeden Monat. Viele waren da, die sich gegenseitig als Gruppe kannten (meist mehrere Paare, die gemeinsam solche Partys besuchen), dann merkt man dann auch, dass man Einzelperson ist, man kann halt nicht mitreden und sitzt dann und hört nur zu. Schöner wäre es auf jeden Fall, mit irgendjemand auf eine solche Party zu gehen, damit man halt keine Einzelperson ist oder zu mindestens jemanden  dort zu kennen, mit dem man dann reden kann. Ich habe dann diese Pausen auch genutzt, um die Maske über zu werfen, Mundkondom rein und einen Rundgang zu veranstalten. War auch mal draußen vor der Tür, hab mich da mal umgeguckt. Ist ja ein Industriegebiet, viel läuft da Samstagabend nach Mitternacht nicht rum. Aber eine Straßenbahn fuhr vorbei. Was die, die da drin saßen, gedacht haben, als da so eine Teufelinne stand, keine Ahnung 🙂

Und natürlich habe ich auch den kostenfreien Fotoservice genutzt. Der Fotograf von „Andersartig - Latex Rubber Fetisch Fotograf“, Karsten Kuhn (https://www.facebook.com/AndersArtigNRW) und seine Mitarbeiterin war da und hat auf TFFP-Basis Bilder gemacht, die man dann in so ca. 3 Wochen alle als unbearbeitet und zusätzlich zum Teil bearbeitete Bilder auf einem Webspace bereitgestellt bekommt. Bin mal gespannt,was da rauskommt, hab mich bemüht, paar gute Posen vom letzten Shooting mit LICH (https://www.facebook.com/pages/Lich) unter diesen besonderen BDSM-Keller-Bedingungen  wieder hinzubekommen, und natürlich auch paar neue ausprobiert. Wir hatten beide Spaß daran, mal einiges auszuprobieren. Später im Laufe des Abends habe ich mir Shootings anderer angeschaut, unter anderem ein Mädel, was so richtig wie ein Modell aussah, aber viele der dann wirklich gut aussehenden Posen erst mal gezeigt bekam. Sie hat das modeln also erst mal gelernt. Sah aber phantastisch aus, es gibt Frauen, die sind für so was geschaffen. Sie ist hier zu sehen https://www.facebook.com/AndersArtigNRW/photos/a.470542616324228.108328.373046762740481/767408609970959/?type=1&theater. Danach hat sie ein Männel, der sich mit so was auskennt, noch ordentlich verschnürt und an der Decke aufgehängt, danach hat er seine eigene Freundin verpackt. Ist nicht mein Ding, aber angucken kann man es sich ja, ist unterhaltsam.

Als es Mitternacht wurde, haben wir uns alle um die Theke versammelt und ein Geburtstagsständchen gesungen. Es ist halt auch eine familiäre Party und viele kennen sich eben gegenseitig.

Noch ein bissel rumhängen, Kaffeetrinken, quatschen, gucken und dann wurde es kurz vor eins. Das Latex klebte mittlerweile am Körper, in den Handschuhen begann sich der Schweiß zu sammeln, die Beine fühlten sich schwer an. Zeit, die Party zu beenden (sie geht bis um 4Uhr, wer mag). Hmm, es gab auch eine Dusche, aber die liegt so blöd, dass man da quasi mit dem Handtuch rum durch den halben Partyraum muss. Also auf der besagten öffentlichen Umkleidebank kurz ausgezogen, alles mit dem Handtuch trocken gerubbelt, T-Shirt und Hose an. Alles eingepackt und los zum Auto. Meiner lieben Petra kurz eine Nachricht geschickt, dass ich jetzt wieder auf dem Wege zu ihr bin, sie war noch auf und hat mir sogar ganz lieb geantwortet :-). Es ist gut, wenn man eine verständnisvolle Partnerin hat und natürlich enttäusche ich ihr Vertrauen nicht. Dafür ist sie mir zu wichtig.

Nachts um 2-3Uhr auf einer 3-spurigen Autobahn alleine dahin zu düsen, hat auch was. Gott sei Dank hatte das mit dem stärkeren Regen aufgehört, die 7 Baustellen lagen alle so, das ich nicht weiter nachdenken musste, welche Spur ich nehmen muss, dann glücklich um kurz vor halb 4 zu Hause, unter die Dusche,noch den Anzug gespült und dann endlich auch ins warme Bettchen.

Also zusammengefasst, war eine schöne Party, die sich lohnt, aber man sollte, wenn es geht, zu zweit dort hin gehen, wenn man dort keinen kennt. Und im Winter bei Eis und Schnee würde ich ungern 225km nachts um 3 durch eine Schneelandschaft zurück fahren. Wenn dann mal wirklich 70 Mann kommen sollten,wird es aber ganz schön voll, bei 40 gestern war es angenehm und immer irgendwo ein Plätzchen zum Sitzen zu finden.

Ende und Schluss

ein paar Bilder

Link zu den anderen Bildern der Veranstaltung (für meine freigegebenen Freunde, über das Kontaktformular bitte mich kontaktieren, wenn Zugang gewünscht).

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