#Vorgeschichte
Christiane ist dran schuld! Nein, eigentlich wäre ich dieses Jahr nicht zum TortureShip-Event gefahren. Schließlich war ich 2024 auch schon mal dort und das passt bekanntlich nicht zum bisher normalen Besuchsrhythmus aller 2 Jahre. Aber wie das dann so ist, die Diskussion dazu begann trotzdem...
Zum Beispiel beim Latexstammtisch Rhein/Main im Januar. Stefan wollte unbedingt hin, ich eher weniger und Christiane (nebst Ehemann) verkündete, sie hätten bereits ein Zimmer im Nahbereich des Hafens von Freitag bis Sonntag gebucht, sie gehen auf jeden Fall. Die Münchener hätten sich auch schon da einquartiert, Daniel der Rosenkavalier ebenso, soso.
Mmh, den daran folgenden längeren Meinungsaustausch über das Für und Wider einer solchen Veranstaltung konnte man sich nun auch nicht wirklich entziehen. Es gibt halt eine Menge „Für“- und auch ein paar „Wider“-Argumente. Für Christiane und Stefan lag das „Team Für“ natürlich klar in Führung, für mich stand eher die bisher gepflegte 2-Jahres-Frist dagegen. Wie das dann so ist, „Team Für“, also Christiane & Co., gewann auch im eigenen Kopf zunehmend an Kraft… und fragte, warum eigentlich nicht?? Mmh, also vielleicht doch mal drüber nachdenken?
Kurzer Check am Handy, das Hotel von Christiane war ausgebucht, nur das übliche IBIS-Hotel am Flughafen war noch verfügbar … OK, damit war die Sache erst einmal für mich erledigt.
Dachte ich.
Denn dann meldete sich meine Frau. Sie war bisher noch nie am Bodensee und hätte einmal Lust darauf. Nein, sie wollte nicht mit aufs Schiff, eher so mal dabei sein, die Atmosphäre des Sees und auch die beim Einsteigen mal mitzubekommen. Und bitte nicht nur kurz hin und wieder zurück! Wenn, dann bitte mindestens auch noch den Freitag vorm Event, eine Frau halt mit gewissen Ansprüchen an ihre Reisetätigkeit!
Na ja, das IBIS war verfügbar und wenn Frauchen schon Gelüste äußert, dann muss man(n) doch mal weiter drüber nachdenken ...
Hatte ich auch Lust? Ein wenig schon. Wollte ich meiner Frau eine Freude bereiten? Ja natürlich. Wäre es schön, wenn sie, wenigstens beim Drumherum des Events mit dabei wäre? Auf jeden Fall!
Also doch IBIS gebucht, von Freitag bis Sonntag. Von da fährt eine Straßenbahn in die Innenstadt rein und so man kann ja immer noch recht leicht Christiane und den Rest dann so am Freitag besuchen, einen gemeinsamen Abend verleben. So der Plan.
Und flugs waren wir schon in einer ganz speziellen „Reisegruppe-Bodensee“-WhatsApp-Gruppe gelandet. Ich sag‘ doch, Christiane wars!
Kaum 14 Tage später erreichte uns dann in besagter WhatsApp-Gruppe die Botschaft, da sind jetzt doch auf einmal wieder Zimmer im „Select Hotel Friedrichshafen“ verfügbar.
Mal schauen, tatsächlich. Und ein Stückweit günstiger pro Nacht sogar als im IBIS am Flughafen. Das da jetzt weder Klimaanlage noch eine günstige Parkmöglichkeit dabei war, fiel mir zwar auf, aber es war unschlagbar nah zur Mole des Bodensees in Friedrichshafen. Und man war halt bei den anderen Fetis, auch wichtig. Wird schon nicht brüllend heiß werden….
Also Select Hotel gebucht und IBIS storniert, hat klaglos geklappt.
Und wenig später mein Ticket für das Event selbst bei Zip-Zone gekauft und aufs Handy geladen.
Dann hieß es warten…
Und währenddessen den sich hin und her schwebenden Vorfreude-Botschaften in der WhatsApp-Gruppe folgen.
#Freitag
Ach ja, wenn nur jede Anreise zu einem Event so entspannt wäre. Man mag es kaum glauben, halb 11Uhr losgedüst und kurz nach 15Uhr an einem Freitag ohne größeren Stau in Friedrichshafen angekommen.
Nein, nicht direkt am Hotel, das liegt innerhalb der Fußgängerzone, da kann man bestimmt nicht parken. Also gleich im nahegelegenen „Parkhaus Altstadt“ eingefallen. Dann hieß es 300m „I’m walking“ (natürlich mit dem ganzen Gepäck).
Übrigens, man hätte doch direkt am Hotel halten können, zum Ausladen darf man in diese Zone reinrollen, muss sie dann aber wieder verlassen. Wussten wir aber leider zu diesem Zeitpunkt nicht, andere aber schon.
Nanu, unter der angegebenen Adresse befand sich gar kein „Select Hotel Friedrichshafen“! Stattdessen ein „Garner AN IHG Hotel“. Hatte aber alles seine Richtigkeit, das Hotel war gerade übernommen worden und hat nun einen anderen Namen, erklärte uns die Rezeption, unsere Reservierung sei gültig. Und hier ihr Zimmer, im 2 Stock. Nein, einen Fahrstuhl haben wir nicht.
Ziemlich enge Treppen und dann ein Zimmer mit Sauna-Feeling. Also so um die 28°C innen, bei Südseite mit offenen Gardinen ohne Klimaanlage im Dachgeschoss, eine wunderbare Wahl. Immerhin das Appartement selbst war in Ordnung, recht groß und sauber, das Bad fast riesig. Nur ob der bereitgestellte Ventilator da wirklich viel hilft? Ehrlich, da hatten wir schon unsere Befürchtung, kommt ja von nirgendwo kühlere Luft hinzu.
Was machen die anderen? @CrazyPixx war schon da, trank gerade ein Bierchen vorn in einem Wirtshaus auf der Mole, der Rest noch auf dem Wege. Mmh, in sein „Wirtshaus am See“ gehen wir bestimmt am Abend hin, zu essen bekommt man da sicher auch nur relativ große Portionen, dass muss jetzt nicht sein. Mal beim Hotel direkt umschauen, Hunger hatten wir ja trotzdem, was Kleines zu Essen und was Großes zu Trinken dürfte es jetzt schon sein. Gleich 50m weiter war ein „Asien Imbiss C&N“ mit überdachten Stühlen auf der Straße, los, den nehmen wir.
Eine gute Wahl, das 0,5l-Bier mit 3,50€ noch im vernünftigen Rahmen, das asiatische Essen von Inhalt, Menge und Preis her genau richtig.
Und so nach und nach trudelten alle anderen auch dort ein, das eine oder andere Bierchen oder Kaltgetränk nebst gesunder Mahlzeiten (mit viel Gemüse) wurden freudig vertilgt.
Irgendwann waren dann auch die letzten eingetroffen, auf, wenn wir schon mal hier sind, wollen wir auch den Bodensee sehen und genießen! Und so zog die Truppe Richtung Wasser, okkupierte zunächst den Hafen nebst Aussichtsturm. Klar, ein paar hübsche Fotos und die Turmbesteigung waren Pflicht.
Am Ende landeten alle in besagten „Wirtshaus am See“ zu dem einem oder anderem gemütlichen Bierchen.
Kurz vor 22Uhr, die Münchener waren immer noch auf der Autobahn, die meisten von uns wurden dann doch etwas müde. Noch ein kurzer Rundgang über die Mole, gucke, da liegt die MS Baden, noch nicht wirklich bereit für ihr Spektakel am nächsten Abend.
Und das Zimmer … immer noch sauwarm.
#Samstag
Gut, dass wir unseren 3fach-Stromstecker mit dem langen Kabel dabeihatten, ohne den hätten wir das Ventilatordingsbums nicht in die Mitte des Raumes vor das Bett platzieren können! Ging gerade noch so, aber ohne dessen zielgerichteten Luftzug wäre wohl das Schlafen echt schwierig geworden. Memo an mich: Das Buchen von Hotelzimmern im Dachbereich ohne Klimaanlage im Sommer möglichst vermeiden!!
Immerhin, das unten dann im Frühstücksraum angebotene Frühstück war überraschend gut, da konnte man erst mal gemütlich bisschen Zeit mit den anderen verbringen.
Was machen wir heute? Die einen wollten bisschen durch die Stadt schlendern, andere eine nahegelegene Strandbar besuchen, und wir? Schiff fahren. Wenn schon meine Frau am Abend keine Gelegenheit dazu hat, dann wenigstens tagsüber.
Fahrplan studiert, Konstanz oder Meersburg, war dann die nächste Frage. Meersburg hat gewonnen, das passte zeitlich besser.
Also los, einmal fast 90min hin …
45min Aufenthalt in Meersburg …
(jetzt nicht wundern, unser Reise-Pinguin wollte einfach mal etwas Palmenfeeling genießen)
und 90min wieder zurück.
Was wir von Meersburg selbst vom Wasser und im Hafenbereich gesehen haben, macht aber definitiv Lust auf mehr. Irgendwann werden wir uns dafür reichlicher Zeit nehmen, den Ort besser erkunden. Ist doch schon mal ein Plan, oder?
Inzwischen war auch das weitere abendliche Vorgehen in der WhatsApp-Gruppe diskutiert worden. Ergebnis, wir treffen uns alle 16Uhr im „La Perla am See“, einem Italiener an der Mole, Abendbrot essen, 18Uhr dann gemeinsamer Abmarsch vom Hotel zum Boarding.
Der Plan mit dem vorher etwas essen ist übrigens wichtig! Bekanntermaßen bekommt man auf dem Schiff nicht wirklich viel davon, außer Würstchen und so haben die dort, glaube ich, nichts. Zu mindestens nicht viel.
Für mich auch die Gelegenheit, meine persönliche Latexsaison hier in Friedrichshafen an diesem Tag zu eröffnen. Es waren zwar inzwischen 27°C, das hält doch so aber einen echten Feti nicht wirklich davon ab, sich in (s)ein Latex-T-Shirt zu hüllen, oder? Das es -etwas- dann unten rausrieselt ist normal…
Die Pizza Calzone war übrigens OK, den anderen mit ihren Büffel-Mozzarella (was immer das sein mag)-Kompositionen schmeckte es ebenso, die Pizzeria kann man durchaus empfehlen. Auch preislich.
Was mir dann doch auffiel, als ich 2018 und 2022 hier war (2020 war wegen Corona abgesagt), hat man recht viele Fetis hier im Bereich der Mole bereits in Latex oder anderen stylischen Outfits schlendern, sitzen, sich treffen sehen. Letztes Jahr, 2024 war es zu kalt und zu regnerisch, da sind alle nur noch schnell aufs Schiff gerannt, aber dieses Jahr wäre es doch wieder ideal gewesen. Dachte ich.
Man sah aber erstaunlicherweise echt wenig in Latex oder zu mindestens schon in „TortureShip-tauglichen“ Outfits um einen herum. Immerhin erkannte uns ein bekanntes Feti-Paar, selbst auch schon in Latex, steuerte unseren Pizzeria-Außentisch an und wurde natürlich gastfreundlich mit aufgenommen.
Tja, ihr ahnt es. Was dann kurz nach 17Uhr auf uns alle zukam, war das Umziehen, für mich natürlich vorm Ventilator auf Höchststufe. Apropos Outfit. Wie erkennt man mich am besten? Als Katze in einem schon bekannten Outfit, ganz klar. Warum also nicht wieder das in Richtung Cosplay gehende vom letzten Jahr, bzw. 2022, ich mag das richtig sehr.
#die Party
So fertsch, genug getropft, kann losgehen.
Für die beiden älteren Frauen in der Rezeption war das jetzt auch nichts Ungewöhnliches, an diesem Tag gehört das halt irgendwie doch zu Friedrichshafen, denke ich.
Draußen vor der Tür kurz treffen, Zeit für ein erstes Gruppenfoto, vorteilhafterweise hatten wir ja eine gute Fotografin mit dabei.
Und dann auf, Richtung Mole…
Oh je, bei jeder Begegnung mit der prallen Sonne knallte die Wärme direkt auf und in den Körper, sofort wurde es drinnen spürbar um etliche Grad heißer. Dazu kam, aus den 27°C vorhin waren inzwischen satte 28°C geworden, Tendenz in den nächsten Stunden nur langsam fallend. Das ist natürlich prima für einen nächtlichen Schiffsaufenthalt, aber schlecht für den Teint unter der Katzenmaske, da rieselte es nämlich schon ganz schön. Aber was ein echter Feti sein will, der hält das (in Grenzen) schon mal aus.
Vorn beim Zeppelinmuseum, dem Abfahrtspier der ‚MS Baden‘, der übliche Auflauf. Viele Menschen, wohl nicht nur gefühlt die allermeisten mit Handys bewaffnet, ließen sich das Spektakel dieses ganz speziellen Boardings nicht entgehen. Zeit für ein eigenes Foto (wieder von meiner lieben Fotografin)
Und auch für einige andere in der Menschenmenge selbst. Ist dann immer wieder lustig, die Diskussionen und Fragen mitzuerleben. Nein, es ist nicht heiß im Outfit… und nein, man schwitzt eigentlich gar nicht… Und wie es denn auf dem Schiff so wäre. Da steckte zum Teil echte Neugier dahinter, vielleicht sehen wir sie ja dann beim nächsten Mal … auf dem Schiff. Probiert es doch einfach mal aus, da beißt (fast) keiner. 🙂
Während nun die ersten Feuerkämpfe direkt auf dem Pier aufgeführt wurden und meine Lieblingsfrau sich um ein paar hübsche Bilder von den Menschen und dem sich immer mehr neigenden Schiff kümmerte,
stellte ich mich schon mal brav in die Einlassschlange. Leider lag die zu mindestens am Anfang voll in der Sonne, brutal! Aber irgendwann nach Handyticket vorzeigen war es geschafft, Schatten nahte. Sekt oder Orangensaft? Naja, eigentlich hatte ich nicht vor, bei der Wärme auch noch Alkohol zu trinken, aber kann man Orangensaft wirklich widerstehen? Ja kann man(n), her mit dem Sekt!
Meine Frau machte inzwischen weitere Fotos und ein Video, wartete auf mein Erscheinen vor ihrer Linse.
Tada, da bin ich. 🙂
Ich hatte zwar beim Anstellen Daniel und die anderen oben auf dem „Sonnendeck“ schon stehen und winken sehen,
aber ich geb’s ja zu, der Schatten im Stockwerk tiefer war mir dann doch lieber, ich bleibe lieber hier. Gleich noch einmal Gelegenheit, mich kurz umzuschauen. War so, wie ich es seit 2018 kenne, unten und im 1.Stock jeweils ein Disco-Raum, die jetzt natürlich noch leer waren
und dann in jedem Stock eine kleine Bar, unten gibt es auch was Kleines zu essen. Doch zurück in den ersten Stock, ich hab‘s gesehen, da ist noch etwas Platz auf der Backbordseite (links in Fahrtrichtung) am Rande. Nicht wirklich zurzeit schattig, aber wenn das Schiff dann in wenigen Minuten ablegt, dreht es sich, dann ist dort voller Schatten und sicher auch etwas Fahrtwind.
Gute Wahl, das Schiff legt ab und endlich etwas Kühlung. Und @Rubsubsea neben mir, der sich wohl dasselbe dachte. Nur schade, dass ich von dort aus meine Petra nicht mehr sehen konnte.
(Ich habe leider kein eigenes Foto von ihm, dieses Bild ist von seinem Instagram-Kanal. So ein außergewöhnliches Outfit bei dieser Hitze zu tragen, muss man doch wenigstens einmal zeigen.)
Dafür hatte ich eine nette Unterhaltung mit Rubsubsea, einem der wohl berühmtesten Fetisch-Blog-Schreiber nördlich der Alpen. Ein wenig verrückt klang seine gerade gelebte Geschichte dann aber schon: im Trockentauchanzug eingeschlossen am Mittag alleine in München Richtung Friedrichshafen losgefahren, 2Stunden im Parkhaus zum Runterkommen im Auto geruht, dann mit 2,5l Flasche Apfelschorle auf dem Rücken durch die pralle Sonne mit Maske auf in Richtung Pier 4 zum Schiff gelaufen (ca. 300m). Dass er nun ähnlich wie ich dann etwas hochtemperiert war, kann man sich wohl vorstellen. Er wollte dann übrigens beim nächsten Halt so gegen 22Uhr wieder in Friedrichshafen aussteigen und weiterhin eingeschlossen in voller Montur (aber ohne Maske) wieder gen München düsen. Ich sag doch, verrückt, er weiß aber eigentlich, wo seine Grenzen sind. Trotzdem, hoffentlich ist am Ende alles gut gegangen…
Ehrlich, ich selbst habe dann fast die Stunde bis Konstanz gebraucht, um irgendwann mal wieder auf ‚Normal-Temperatur‘ zu kommen. Geholfen hatten neben Schatten und Fahrtwind auch die 3 Wasserfläschchen, die ich in der Zeit von der Bar holte. Übrigens wirklich nur Fläschchen, es gab die nur in der 0,25l-Glas-Variante, dafür mit 3,50€/Stück vermutlich mit Heilwasser angereichert. Ich sag mal so, schluck und weg und bei diesen Temperaturen in dieser Größe und diesem Preis eine Zumutung.
Weiter, die Fahrt, paar Gespräche mit den Nachbarn, den wunderschönen Ausblick Richtung Schweiz und uns begleitende Booten genießen.
OK, da hinten liegt Konstanz, ich fühle mich wieder wohl, mal schauen, wer noch so Bekanntes auf dem Schiff ist. Zeit für weitere kleine Schwätzchen, paar netten Pferdchenhalterin-Kraul-Einheiten und auch das eine oder andere Bild, hier zum Beispiel mit @Chloe_Pupett.
Oha, guckt mal, ob der die Abfahrt verpasst hat?
Naja, ich glaube eher, er durfte nicht mit, ist jetzt aber trotzdem so ein bisschen dabei.
Dann ist auch Konstanz direkt in Sicht mit seiner markanten Hafeneinfahrt.
Und natürlich jeder Menge uns erwartender und fotografierender Menschen auf der Mole.
Dann kam wieder dieser Moment kurz vorm Anlegen, wo das Schiff sich spürbar auf seine Steuerbordseite legt, weil plötzlich alle auf der einen Seite die Show und das Einschiffen sehen wollten. Ist Gott sei Dank nicht das erste Mal, dass ich das dort erlebe, also keine Angst, wir kippen nicht um.
Für mich verbinde ich seit jeher das TortureShip und Konstanz mit einer Feuershow, war 2022 damals echt enttäuscht, als die nicht stattfand. Aber letztes Jahr und auch dieses stand wieder eine auf dem Programm, wie schön. 🙂
Und während das Boarding dort weiter fortschritt, bewies das TortureShip wenigstens ein bisschen, warum es „Torture“-Ship heißt. Nein, es gibt wirklich keine Darkrooms, aber ein paar extra angebrachte und gern genutzte SM-Möbel schon. Also hinten im 1.Stock der etwas mittelalterliche Pranger und vorn das Andreaskreuz. An dem befand sich schon längere Zeit ein Delinquent, wurde nun sachkundig auf seine Verfehlungen hingewiesen.
(Ich hatte übrigens extra gefragt, ob ich ein paar Bilder davon machen dürfe. Das Beste haben wir dann gemeinsam ausgesucht. Der Rest bleibt selbstverständlich unter Verschluss.)
Ach ja, und auch endlich einmal Zeit, mit Vanessa (Miss Knoxville) wieder einmal zu quatschen. Ist halt auch eine Nette, wir treffen uns komischerweise immer nur hier auf dem Schiff.
Letzteres habe ich natürlich weidlich ausgenutzt. Erst vorn allein an der Schiffsglocke,
dann auf dem markanten Stuhl vor grossartigem Bild von Princess Fatale auf dem Vorderschiff als ganze Serie (vielen Dank noch einmal an die Unbekannte, die diese Bilder mit meinem Handy ermöglicht hat).
Nach einer halben Stunde hieß es Ablegen, zurück über den Bodensee Richtung Friedrichshafen. Das ist für mich, neben dem späteren nächtlichen Treibenlassen auf dem See, mit der schönste Abschnitt dieser Bootstour. Und natürlich auch die Zeit, um schöne Fotos im Sonnenuntergang zu machen bzw. machen zu lassen.
Weiter oben endlich auch einmal dann bei den anderen (die Sonne war ja jetzt kein Problem mehr)
Immer wieder lustig, wenn ein Partyschiff dann das andere überholt, die hatten auch ihren Spaß.
Tschüß Schiffchen, weiter den Sonnenuntergang genießen, bei dem Wetterchen und den Temperaturen (inzwischen angenehme 26°C) ein Träumchen.
Wie man sieht, haben andere haben diese besondere Atmosphäre natürlich auch genutzt.
Und dann erschien er kurz vor 22Uhr wieder, der Hafen von Friedrichshafen, mystisch in die inzwischen untergegangene Sonne getaucht.
Einige gingen von Bord, einige stiegen hinzu, so wie immer da. Dann gings erneut auf den stillen See.
Ich mag ja diesen kleinen Motorenstopp eine halbe Stunde später, wenn alles ganz weit draußen ruhig wird.
Naja, so richtig ruhig nun wieder auch nicht, mittlerweile waren beide Diskotheken im Untergeschoss und ersten Stock voll im Betrieb. Dieses Mal auch etwas unterschiedlich, oben Techno, unten durchaus auch einmal 80ziger und 90ziger Jahre.
Noch ein bisschen durchs Schiff schweifen, man trifft ja immer wieder noch irgendwo unverhofft Bekannte. Oder nette Menschen, die sich freuen, mich selbst einmal persönlich zu treffen. „Bist Du Katzentatze?“ „Ja, bin ich.“ Wow, tatsächlich, ein Fan (meiner Homepage und deren Berichte) hatte mich gefunden. Freut mich, dass meine Erlebnisschilderungen dann andere motivieren, auch einmal diese Events zu probieren. War auch so ein netter Mensch.
Gab dann wenig später noch so eine ähnliche Begegnung, da ging es dann aber um Marios Nacht der Latexleidenschaft. Die ist im Oktober 2025, auf die freuen sich meine Lieblingsfrau und ich (ja, sie kommt da wieder mit) auch schon. Vielleicht sieht man sich dort erneut?
Schade, die Zeit der Stille ist vorbei, es geht zurück Richtung Friedrichshafen. Der Hafen kommt dann rund 30min später, kurz vor Mitternacht, wieder in Sicht. Übrigens, falls ihr jetzt denkt, oh je, es brennt! Nein, keine Angst, der Qualm kommt nur aus den Discos!
Tja, blöd. Eigentlich hatten wir jetzt alle noch keine Lust, von Bord zu gehen, eine weitere Stunde gemeinsam oben auf dem „Sonnendeck“ zu chillen wäre eigentlich super. Aber leider muss man sich nun entscheiden, noch 3 Stunden auf dem Schiff (es fährt nach Konstanz und dann wieder zurück) oder eben -jetzt- sofort von Bord gehen.
Mmh, 3 Stunden sind zu lange, also runter. Vorher musste man sich natürlich noch von allen verabschieden, das dauert auch eine Weile, zunächst auf dem Schiff und kurze Zeit später auf dem Pier.
Und während die einen das Schiff verlassen, nutzen andere die Gelegenheit, um mal ganz die Disco für sich allein zu haben, habt weiterhin Spaß ihr Beiden.
Da dampft es wenig später dann davon, tschüss für dieses Mal. Trotzdem schade.
Kurz nach Mitternacht, irgendwie hatten wir alle noch nicht so recht Lust, ins (heiße) Bettchen zu gehen. Lasst uns mal gucken, vielleicht hat ja irgendwas noch auf?
Mmh, die meisten Gaststätten und Kneipen hatten wirklich schon zu, aber da, da ist noch etwas offen! Im Biergarten der Pizzeria vom Nachmittag saßen zu mindestens noch Leute. Mal lieb fragen…
Naja, wir machen eigentlich zu, hieß es. Aber wenn ihr euch beeilt, könnt ihr noch etwas zu trinken bekommen, aber Essen ist out. Auch das Tiramisu in der Vitrine? Das wäre möglich. Na dann, her mit den Tiramisus und den Bierchen.
Und so saß dann ein Teil des Rhein-Main-Stammtisch nebst Einsprengseln aus Sachsen und Bayern um halb 1 noch an einem Biertisch in Friedrichshafen und ließ es sich gut gehen. Natürlich lächelnd beäugt von den anderen nächtlichen Gästen, ein paar gemeinsamen Fotos inklusive.
1Uhr war dann wirklich Schluss, auf ins nahegelegene Hotel.
Puh, das Zimmer natürlich immer noch eine kleine Sauna, meine Frau mittendrin vorm Ventilator liegend. 🙂
#Sonntag
Ging erstaunlicherweise bei mir ganz gut mit dem Schlafen, wahrscheinlich war ich einfach nur von der Frischluft des ganzen Tages und der Wärme des Abends fertig. Immerhin, das Frühstück dann, gewohnt gut. Das konnte man locker angehen, man muss nämlich das Zimmer erst bis 12Uhr räumen.
Ihr kennt das, was danach kommt? Ja richtig, eine lange Abschiedsrunde. Und dann packen, Auto vor’s Hotel aus dem Parkhaus holen, einräumen und am Ende kurz nach 11Uhr dann endlich los düsen.
Ging bis auf Kleinigkeit eigentlich wieder ganz gut, der Klimaanlage bei über 31°C Außentemperatur sei Dank auch recht entspannt.
Sehen wir uns in einem Jahr hier wieder? Aber sicher, ist ja dann wieder regulär im 2-Jahres-Rhythmus! Ach ja, inzwischen ist auch schon der Termin bekannt, es ist der 27.Juni 2026. Und wir haben auch schon ein etwas Besseres, ebenso nahegelegenes Hotel gebucht, dieses Mal von Donnerstag bis Sonntag. Und ja, das hat wenigstens eine Klimaanlage. 🙂
#Fazit
Ach ja, ich, wir alle, wären wohl gern noch 1 Stunde länger auf diesem so besonderen Schiff gewesen. Das Wetter war den ganzen Abend super, die Menschen um mich herum ebenso. Auch wenn wohl fast jeder beim Einstieg ins Boot etwas zerflossen ist, es hat wieder einmal eine Menge Spaß gemacht, auf dem Bodensee mit euch herum zu schippern, die Feuershow sich anzuschauen oder einfach nur die Zeit mit Freunden an Bord zu genießen.
Vielen Dank an Thomas wieder einmal für die Organisation, nur bei den Wasserpreisen bei solchen Temperaturen müsstest ihr etwas nachdenken.
#einige externe Links
(öffnen auf eigenes Risiko)
https://www.youtube.com/watch?si=tOtfJa3aIOE-Mz-I&v=pZDsxBoR8e0&feature=youtu.be
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