#Vorgeschichte
Ja, uns gefällt das Orange X, eine hübsch ausgestattete kleine BSDM-Lokation in Wölfersheim in der Wetterau. Und mit nur 40min Autofahrt (von zu Hause aus) ist diese Lokation im Gegensatz zu anderen Partys auch recht schnell erreichbar, man benötigt kein extra Hotelzimmer. Noch ein Pluspunkt.
Ein weiterer ist die Auswahl der illustren Gäste dieser speziellen „Latex only“-Party. Da wird viel Wert daraufgelegt, dass „Latex only“ nicht nur so heißt, sondern auch entsprechend gelebt und später auch dort gezeigt wird. Vielen Dank dabei auch an Leif (Kobold1_rp) von unserem Latex-Stammtisch Rhein/Main, einem guten Mitorganisator (und Freigeber der Joyclub-Anmeldungen) dieser Veranstaltung. Das hat bis auf wenige Ausnahmen bisher auch immer gut geklappt.
Wann war doch gleich der nächste Termin? Ah ja, kaum zu übersehen, am 9.5.2026. Leif rührte nämlich die Werbetrommel schon recht kräftig dafür im Stammtisch-Chat.
Hach ja, mmh, meine Lieblingsfrau Petra und ich waren echt längere Zeit nicht dort gewesen. Irgendwas Privates kam halt leider zeitlich bei den bisher weiteren 3 Veranstaltungen seit unserem letzten Besuch Anfang 2025 immer wieder dazwischen. Aber nun…
Dieses Mal passte der Termin, also flugs zusammen mit einigen anderen vom Stammtisch angemeldet. Insgesamt waren es am Ende laut Joyclub 26, nun ja, überschaubar.
Kleine Anmerkung: in den Club gehen offiziell bis zu 80 Personen rein, ab 65 ist es aber schon echt voll und wird dann unter der Latexmaske unangenehm laut und schrill. Von daher waren wir da nicht wirklich darüber böse.
OK, weiter.
Wie immer steht man kurz vor dem Termin vor der alles bewegenden Frage, was zieht man(n)/ich/Wesen an? Kurz überlegt, was sieht gut aus, war schon längere Zeit nicht mehr auf Bildern zu sehen gewesen und worauf hätte ich eigentlich mal wieder tierisch Lust?
Am Ende fiel die Wahl auf den Fantastic Rubber Temptation-BBC, ein kurzes Röckchen, Maske mit Zopf, Halsreif, die dicken Handfesseln, Handschuhe, lange Stiefel, das sollte ansehnlich genug sein. Blöd war dann erst einmal noch, genau dieses metallic schwarze Röckchen war auf dem EFM2026 ein wenig am Bund eingerissen, musste daher erst einmal repariert werden. Bekam ich schnell hin, der Party stand nun nichts mehr im Wege. 🙂
#die Fete
Wenn man im Joyclub nach dem offiziellen Beginn der Veranstaltung sucht, steht dort 20Uhr. Viel eher vor Ort braucht man aber auch nicht dort zu sein. Das Tor zum Innenbereich bleibt bis zum Ende der Veranstaltervorbereitungen um 20Uhr unserer Erfahrung der letzten Male nach gut verschlossen, wird dann aber pünktlich geöffnet.
Ach Gott, so ein bisschen Warten ist OK, es war Frühling, die Temperaturen schon ganz ordentlich und groß umziehen musste ich mich ja auch nicht. Wie ja schon oben erwähnt, die Entfernung zur Lokation ist kurz, daher schon mal zu Hause den Catsuit angezogen, die (Silikon-)Titten reingesteckt, den Rest in einen großen Beutel gepackt und ins Auto gestiegen. OK, am Ende noch eine Joggingjacke drüber, man will ja die Nachbarn oder Blitzerfotoangucker nicht gar zu sehr verunsichern. 🙂
10 vor 8 dann ohne Probleme (oder Blitzerdingsbums) auf das Gelände gerollt.
Oh wie schön, wir hatten Glück, ein Parkplatz direkt vor der Tür (es gibt davon vielleicht 10-12).
Achtung, kleine Warnung! Wenn dort nichts mehr frei ist, nicht auf dem großen TEGUT-Parkplatz nebenan parken! Die schicken, obwohl alles leer und das Geschäft ab 21Uhr geschlossen ist, ziemlich umgehend eine 30€-Park-Quittung! Dann lieber die Biedrich-Strasse weiter runterfahren, dort gibt es am Rande der Straße eine ganze Anzahl (kosten-)freier Parkplätze.
Aber wie geschrieben, wir hatten Glück. Und standen alsbald mit unseren Stammtischfreunden und einigen anderen, zum Teil lange nicht gesehenen Fetis vor der Eingangstür in den Innenbereich des Clubs. Ihr kennt das, was dann bei jedem neuen Gast folgt: begrüßen, umarmen, quatschen, die Zeit bis 20Uhr ging im nu herum.
Dann öffnete sich die eiserne Tür, „Kommt rein.“, meinte Sandra, neben Alex die Co-Chefin des Clubs.
Kurz darauf standen wir bei ihr im Haus, Einchecken und Bezahlen, nebenbei ein kleines nettes Schwätzchen. Sie wusste gleich, wer ich war und wow, hat sogar hier auf der Homepage meine Berichte über ihren Club gelesen, meinte sie lächelnd. Und anerkennend hinterher, Du schreibst sogar Bücher? Ja, auch. 🙂
Später habe ich gesehen, warum es ihr eine kleine verbale Anerkennung wert war: Es lagen einige, offensichtlich BDSM-lastige Bücher eines mir unbekannten Autors zum Ansehen und Verkauf im Haus, dessen Leitgedanke schien sie naturgemäß beeindruckt zu haben. OK, das Thema BDSM spielt in meinen eher Latex- und Engels-lastigen Romanen nicht die Hauptrolle. Das gibt des dort aber natürlich auch, 3 meiner Engel lieben es, praktizieren es ebenso gern bei ihren Liebesspielen als gemeinsames Trio. Vielleicht liest sie es eines Tages trotzdem, Latex und BDSM ergänzen sich ja oft, sind so manches Mal nur die beiden Seiten einer erfolgreichen Beziehung. Nicht ohne Grund sind wir ja hier in einem solchen Club.
Apropos Bezahlen: 90€ für uns beide zusammen, inklusive Essen und Trinken, da kann man echt nicht meckern! Auch von daher kommt man gern wieder. Zum Vergleich, es gibt Partys, da kostet alleine der Solo-Mann diesen Betrag und er hat am Ende auch nicht mehr als Party, einen Spielbereich, Essen und Trinken. Würde ich als Einzelner nie besuchen.
Aber zurück zum Orange X, hier ist das alles noch im Rahmen.
„Ihr kennt euch ja hier aus.“, schwupps bekamen wir unseren kleinen Spindschlüssel (mehr als eine Geldbörse und Autoschlüssel passt da aber nicht rein) in die Hand gedrückt und konnten Richtung Umkleide von dannen ziehen.
Blieb dann nur noch für mich, den Rest vom Outfit zum Catsuit zu komplettieren und meiner Frau in ihre hübschen Latexsachen von „llde Saxe Fashion“ zu helfen, fertsch.
Mmh, „nur noch“ klingt kurz, am Ende waren es trotzdem rund 20min im wie üblich ordentlich warmen Umkleideraum. Die Diva (ich!) braucht halt ihre Zeit…
Kleiner Spoiler, wer einmal in diesem Zimmer gewesen ist, fragt sich „Warum ist es eigentlich immer so warm im Umziehzimmer, obwohl keine Heizung zu sehen ist?“ Das Geheimnis wurde uns verraten, hinter der Wand ist ein kleines Blockheizkraftwerk und das strahlt durch die Wände.
So, nun ist das auch mal geklärt.
Aber nun los.
Halt, erst noch ein Bild vor der Tür (eigentlich waren es ja mehrere, aber ich wollte euch nicht langweilen).
Dann die Treppe hoch zum ersten kühlen Schluck an der Bar, Gin Tonic. Aber natürlich nur mit ganz wenig Gin, ich muss ja später noch fahren.
Was stand nun als Nächstes auf dem Plan? Na das, was immer so am Anfang einer Party steht: Kurzer Rundgang, mal zu den anderen Fetis in der Runde „Hallo“ sagen.
Und wie jedes Mal passiert dann dasselbe: Man hängt gleich wieder irgendwo fest! Also doch keine so „kurze Runde“!
Ich hätte es wissen müssen: Schwätzchen hier, Kennenlernen von neuen Menschen da, so geht das durchaus die eine oder andere Weile. 🙂
Irgendwann ist man durch, mal neugierig schauen, ob noch alles so aussieht wie beim letzten Mal 2025.
Ja, sieht es, bis auf ein paar neue Kleinigkeiten, das Teil hier zum Beispiel.
Oh ja, diesen Beichtstuhl muss ich später unbedingt dann einmal nutzen! Auch wenn ich natürlich nichts zu beichten habe. 🙂
Genug umgeschaut, nun aber zurück Richtung Bar in den Chill- bzw. Essensbereich.
Ach gucke, die Pfannen mit den Abendgerichten wurden auch schon serviert!
Und das offensichtlich schon vor einer ganzen Weile. Meine Frau hatte auch nur noch einen halbvollen Teller, ihr war meine Foto-Tour sicherlich zu lang. Höchste Zeit auch für mich, mir was zum Knabbern zu holen. Denn wenn man sich so umschaute, die erste Runde war schon fast bereit für einen zweiten Gang an die Futtertröge. Los, Endspurt!
Wie man sieht, geschafft. 🙂
Heute gab es neben Kebab, Hähnchenspießen, kleine Bulletten, Tomaten mit Mozzarella und Weißbrot, auch Kartoffeln und Gemüse, für jeden Geschmack etwas dabei und sehr lecker.
Die Eile ist aber eigentlich völlig unnötig, diese Pfannen werden bis ca. 22Uhr immer wieder aufgefüllt, man braucht nicht zu befürchten, hier schmählich zu verhungern. 🙂
Was macht man bei so einem Latexevent in einer BDSM-Lokation? Natürlich nicht nur essen oder an der Bar sich den einen oder anderen weiteren Gin Tonic (mit ganz wenig Gin und viel Tonic) zu holen, oder was denkt ihr denn??
Nein, da wird auch gern ausgiebig gespielt. Es sind ja hinten im Spielbereich genügend Dinge dafür vorhanden bzw. wer das möchte, darf auch gern von zu Hause extra welche für diesen Zweck mitbringen.
Und der Rest, der gerade nicht -dort hinten- beschäftigt ist? Na der unterhält sich, tauscht Erfahrungen aus, lernt neue Menschen aus der gar nicht so großen Feti-Welt kennen. Latexpartys sind halt sehr oft auch Kommunikationspartys, das merkt man immer wieder.
Moment, fehlt da nicht etwas? Was gehört zu einer ordentlichen Party ebenso? Na ganz klar: Fotos machen!
Dabei ist aber auch ganz klar und unmissverständlich, selbstverständlich nur dort, wo keine(r) ist, spielt, sich die Zeit zusammen vertreibt. Und es vom Betreiber erlaubt worden ist. Diese Genehmigung hatte ich natürlich mir längst eingeholt. Also auf in den gerade leeren, ansonsten für Handys verbotenen Bereich, meine Frau als Fotografin mit einem inzwischen guten Blick für Bildausschnitte war so nett.
Erst allein, …
... dann auch gern zusammen für und mit Freunden, Madame_Salome zum Beispiel.
Meine Lieblingsfrau (und Fotografin) hatte natürlich auch diesen besonderen Stuhl entdeckt, am Ende musste ich doch tatsächlich noch beichten…
Blöd ist dann aber, dass einem absolut nichts einfällt, bin schließlich immer brav. Ließ aber Frauchen nur bedingt gelten… 🙂
Wenn man(n) denn schon einmal beim Fotografieren ist, Bilder kann man doch ebenso gut auch unten im Eingangsbereich machen, oder? Also Treppe runter…
… die kleinen stylischen Örtlichkeiten und Spiegel nutzen.
Sandra, die Co-Chefin, kam da gerade auf dem Weg in die Küche dazu, gab ein paar gute Tipps für hübsche Bildideen. Sie kennt sich offensichtlich aus damit, vielen Dank für die kleinen Anregungen.
Hier seht ihr eine.
Zurück in den ersten Stock…
…, weiter plauschen, es bildeten sich inzwischen 2 lockere, von Zeit zu Zeit mischende Gesprächsbereiche um Bar und Loungebereich herum.
Auch immer wieder gern kontaktiert von den aus dem Spielbereich kommenden Fetis. Das hat sich offensichtlich gelohnt. Sie sahen nicht nur sehr zufrieden aus, haben auch durchaus kundgetan, dass sie sich morgen bestimmt noch (an Hand untrüglicher Zeichen und schmerzhafter Stellen) erinnern werden. 🙂
So ging es denn weiter Richtung Mitternacht, der Nachtisch nahte. Die kleinen Käsehappen, Baguettes, Nachos, Reste der Bulletten und Hühnchenspieße wollten nun nach anstrengender Arbeit auch verspeist werden.
Naja, ganz geschafft haben wir es nicht… 1 Stunde später war immer noch Essbares da.
Nach Mitternacht wurde es, wie auf den meisten derartiger Latexpartys, ruhiger, die ersten fuhren nach Hause, andere ins Hotel. Derweil scharrten sich die Übriggebliebenen in mehr oder weniger kleinen Grüppchen noch ein Weilchen zu einem Plausch.
Irgendwann merkt man dann aber doch die aufkommende Müdigkeit. Kurz nach 1Uhr, Zeit auch für uns, langsam ans Abschiednehmen zu denken.
Das fällt aber hier nicht so schwer, die meisten sieht man ja eh auf dem Stammtisch oder spätestens auf dem TortureShip 2026 in Friedrichshafen wieder. 🙂
Nach einer kleinen Abschiedsrunde nach dem Umziehen ab nach Hause, wo wir wohlbehalten kurz vor 2Uhr eintrafen. Noch kurz Duschen, alles auswaschen, einölen, aufhängen, dann war Zeit für entspannt ins eigene Bettchen.
#Fazit
Uns gefällt das Orange X. Es ist nicht zu groß, gemütlich, bietet mit seinen verschiedenen Bereichen für jede(n) etwas. Ein großes Lob an das Betreiberpaar und seinem Team, wir wurden stets umsorgt mit Rat, Tat, gutem Essen und Trinken sowie nicht zuletzt gewinnender Freundlichkeit für uns Gäste. Hinzu kommt ein sehr vernünftiger Eintrittspreis. Und ja, ein bisschen mehr als die 26 bei dieser Veranstaltung hätte sie schon verdient, aber so war halt für uns mehr Platz. 🙂
Die nächste Party ist übrigens schon im Joyclub für den 11.Juli 2026 angemeldet, sehen wir uns dort?
Ralf La Tex
Ich werde am 11 Juli teilnehmen.
Durch deinen letzten Bericht hatte ich schon letztes Jahr gefallen daran gefunden den langen Weg von Köln in kauf zu nehmen. Da es keine große Veranstaltung ist.
Im Mai konnte ich leider nicht. Bei dem nächsten konnte ich mir rechtzeitig den Termin freihalten.
Hoffe nur es ist dann nicht so heiß wie zur Zeit. Freue mich schon darauf.
Katzentatze
Hi Ralf, das freut mich. Wenn es zu heiß wird, es gibt die Möglichkeit, auch den Innenhof mit zu nutzen. So eine Drinnen/Draußen-Latex-Party hat damals schon zu den seligen RubberNight-Zeiten in Dortmund gut funktioniert. Man muss sich dann nur mit dem Outfit ein wenig anpassen. 🙂