Das TortureShip 2026 bei 36°C im Schatten, heißer geht es nicht

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#Vorgeschichte

Hatte ich schon erwähnt, dass meine Feti-Freunde mich für 2026 „überredet“ hatten? Ja wirklich! Denn eigentlich wäre ich ja gar nicht da gewesen, schließlich war bisher ein 2-Jahres-Zeitraum für den Besuch dieses Events Usus gewesen, 2025 das letzte Mal.

Aber wie das so ist, man(n) lässt sich halt breitschlagen. Allerdings, darauf bestanden meine Frau und ich schon, nach der Hitze-Zimmer-Schlacht-Erfahrung des vorherigen Jahres sollte es unbedingt ein Hotelzimmer -mit- Klimaanlage sein! Ihr ahnt es, das ist jetzt gar nicht so einfach in Hafennähe und mit einem gewissen Budget-Maximum an diesem speziellen Wochenende zu finden. Wir wurden aber trotzdem fündig, das „Hotel City Krone“ bot dieses an, wenn auch nur in einer 3-Tage-Mindestaufenthalt-Kombination für dieses spezielle Wochenende. OK, ein wenig teurer als gedacht, aber das Hotel sah auf den Bildern gut aus, mit Dachterrasse, Pool und SPA-Landschaft, hat sogar eigene Parkplätze.

Na gut, dann fahren wir halt schon am Donnerstag, gestalten uns einen kleinen Kurzurlaub mit Besuch von Sehenswürdigkeiten am Bodensee. Da wären zum Beispiel die Insel Mainau, eine Stadtbesichtigung in Meersburg, eine Überfahrt mit dem Katamaran nach Konstanz oder auch die Gegend um Lindau/Bregenz.

Das sah ein Teil unserer Freunde ähnlich, buchten das Hotel für denselben Zeitraum ebenso. Andere wiederum waren echt mutig: „Noch mal 28°C wie letztes Jahr wird’s schon nicht werden.“ Ein Zimmer ohne Klimaanlage geht doch auch, dachten sie.

Nun ja, bekanntermaßen hielt sich das Wetter an diesem TortureShip-Wochenende nicht ganz daran und auch unser „Besuch von Sehenswürdigkeiten am Bodensee“ wurde dann ganz anders, als geplant, lest selbst…

OK, das mit dem gekühlten Zimmer ging klar, nun mussten noch Karten fürs Schiff organisiert werden, dies war dann im Januar 2026 auch erledigt.

Nun hieß es nur noch warten, die WhatsApp-Gruppe „Reisegruppe Bodensee“ füllte sich mit Teilnehmern und Botschaften der Vorfreude.

Aber auch des Staunens über den Wetterbericht: Es soll selbst in dieser Seegegend um Friedrichshafen herum an diesem Wochenende die ganze Zeit tagsüber 35-37°C werden, nachts nicht unter 22, dass wird heiß!! Oh je, was ziehe ich da auf dem Schiff nur an???

Das Packen des Koffers vor der Abfahrt war dann gar nicht so einfach. 🙁

#Donnerstag

So eine staufreie Fahrt in der Woche hat was, zu mindestens für die Autos auf unserer Straßenseite. Die Menschen auf der Gegenfahrbahn fanden das leider nicht so lustig in ihren zum Teil mächtig heißen Autos sitzend, insgesamt 20km Stau nerven sicherlich.

Wir dagegen sind recht pünktlich kurz nach 3 in Friedrichshafen angekommen und haben natürlich erst mal dem Navi vertraut. Und sind prompt, trotz Hinweis auf der Homepage des Hotels, in die falsche Fußgängerstraße eingebogen. Die führt aber nur als Einbahnstraße zum „Parkhaus am See“ und sonst nirgendwohin, schwupps steht man da drin für stolze 1,20€ die ersten 20min. Also erst mal mit den Koffern bei inzwischen 35°C Außentemperatur die 100m zum recht angenehm temperierten Hotel City Krone getappt.

Unser „Budget-Zimmer“ im Nebenhaus hatte jetzt zwar nur ein Blick auf dem Hinterhof, genauer genommen, auf bis zu 5 parkende Autos unterhalb, aber schon der Anblick der Klimaanlage ließ sofort das Herz höherschlagen. Und die funktionierte auch, lief schon.

Das mit dem Weg vom Parkhaus am See zum Hotel-Parkplatz war auch schnell geklärt, bald war eines der 5 möglichen Wägelchen da unten unseres. War am Ende ganz einfach, man muss halt nur wissen, wie man von der Friedrichstrasse aus diese Fußgängerzone vorm Hotel erreicht. 🙂

Schnell alles ausgepackt, dann kleiner Rundgang durchs Hotel.

Wow, hier hat man sich echt Gedanken gemacht. Bequeme Sessel, großer Loungebereich, ein Bar neben der Rezeption, daneben ein kostenfreier Wassersprudler, kostenfreies salzhaltiges Popcorn und dann … diese Aussicht von der Dachterrasse aus!

Man könnte es sich gleich hier gemütlich machen, etwas trinken (kann man per App bestellen oder direkt per Paypalzahlung aus dem Kühlschrank oben kaufen), aber uns war nun einfach nach Stadt, See, Wind, kühlem Getränk …

Liebe Dachterrasse, Dich besuchen wir später noch einmal, versprochen.

Entspannt an der Mole entlang spürte man dann schon etwas vom Seewind, an einem Donnerstagnachmittag findet sich direkt am Wasser auch immer ein lauschiges schattiges Plätzchen. Bald darauf kam unser befreundetes Paar beim „Restaurant Stadtmauer“ mit hinzu, sie waren kurz vor uns im Hotel eingetroffen.

Na denn prost, noch ein wenig Werbung für eine leider inzwischen insolvente Brauerei „Schussenrieder, das Beste vom Bodensee“ machen. Schade drum, das Bier schmeckte nämlich gut, die Pizza ebenso.

So zog sich der Nachmittag hin, der Abend begann, warm war es immer noch …

Es wurde später und die gemeinsame Entdeckungslust kehrte zurück: „Das Hotel hat doch auch einen Pool, den erkunden wir jetzt!“

Sehr angenehm im 27°C warmen Wasser. Und der SPA-Bereich drum herum, eine Wucht.

Leider schließt der Pool um 21:30Uhr, aber hey, die Dachterrasse hat doch noch offen. Das dachten wir zu mindestens.

Nun ja, das war sie zunächst ja auch, …

…aber kurz vor 22Uhr erschien dann eine nette Dame vom Housekeeping, teilte uns mit, dass hier eigentlich schon um halb 10 geschlossen wäre, schade.

Noch ein bisschen in der Lounge in klimatisierten bequemen Sesseln klönen, dann auf ins gut runtergekühlte Zimmer zu einer erholsamen Nacht.

#Freitag

Oh wow, was für ein Frühstück! Angefangen von lokalen Früchten aus der Bodenseeecke (die gibt’s da ja dort reichlich) bis hin zu Spiegelei/Rührei, Speck, Frikadellchen, ganz viel Lachs, verschiedenen Salaten, Käse, Wurst, Kuchen, mit Sportler- und anderen Brötchensorten war alles da, was das Herz begehrt. Dazu Saft, Tee, Kaffee oder andere aromatische Getränke. Klar, das hat dann etwas länger gedauert, wir hatten ja auch Zeit bis 10:30Uhr.

Was machen wir? Meerbusch, Konstanz oder Insel Mainau waren ja schon am Tag zuvor abgewählt worden, wer geht schon gern bei 35°C durch heiße Städte? Bleiben wir halt hier, gehen bisschen in der Stadt einkaufen, später was trinken, die anderen Fetis kommen ja auch im Laufe des Tages noch an. Klang nach einem soliden Plan. 🙂

Wie wäre es nach dem „Einkauf“ (in dem Krimskramsladen direkt neben dem Hotel, weiter kam zunächst keiner) mit einem kleinen Stadt-, Markt- ...

... und dann weiter Hafenrundgang, solange es noch halbwegs kühl ist? Kühl??? Naja, gemeint war unter 30°C.

Haben wir dann auch gemacht, waren dabei bis ganz vorn auf der Außenmole an der Hafenausfahrt, beobachteten im Schatten sitzend die ein- und ausfahrenden Schiffe.

Neben der „MS München“, eines der früheren genutzten TortureShips (jetzt ist es die „MS Baden“), dampften so nach und nach die „Constanze“, der „Friedolin“ und die Schweizer Fähre mit vielen Menschen darauf lustig durch das Hafenbecken an uns vorbei.

Ah, was meldete die WhatsApp-Gruppe? Die Münchener (nicht zu verwechseln mit dem Schiff) sind auch schon da, der Rest befindet sich zu mindestens im Anflug. Na denn, Treffpunkt beim Schussenrieder. 🙂

Wer jetzt auf den Einfall mit dem Bad -im- Bodensee kam, weiß ich nicht, aber die Idee bei inzwischen wieder 33°C (Tendenz steigend) war schon faszinierend. Wo kann man rein gehen? Hinten beim Riesenrad gibt es eine Strandbar, die hat auch einen Einstieg. Na dann, nach einem kleinen Schlenker über das Hotel (Badesachen!!), nichts wie hin.

Ach herrje. Ich war ja schon im Bodensee (genauer in Überlingen) tauchen, aber da hat man dicke Neoprenschuhe an und alsbald Flossen an den Füßen. Hier musste man nun mit bloßen Füßen rein waten, und das war schwieriger als erwartet. Eine große Menge runder fieser und vor allem glatter Steine machte das Reinkommen echt schwer.

Darum saßen zunächst erst einmal die 2 Buddas in Ufernähe, kamen nicht weiter.

Ah Moment, mit an die Füße geklemmten Badeschuhen gings dann doch. Oder eben auf die „Molch-Tour“ (flach aufs Wasser legen und dann den Körper mit den Armen/Händen nach vorn ins tiefere Wasser ziehen). Kennt ihr die? Sieht komisch aus, aber funktioniert! 🙂

Wir haben es dann später noch einmal an der steinernen Bootstreppe Richtung Hotel probiert, das Wasser nahe dem Ufer sah von oben besser aus. Allerdings erwies sich die Hoffnung auf weniger fiese Steine recht bald als hinfällig, es scheint überall da so besch... zu sein.

Aber das Wasser selbst an der Strandbar war erfrischend, auch wenn es in Ufernähe schon stolze 28°C warm vor sich hin brühte. So richtig gemütlich wurde es dann aber erst mit den bald herbeigebrachten gut gekühlten Getränken, erste Latex-Träger wurden ebenfalls gesichtet (ihr wisst ja, nur die Harten kommen in den Garten, Vanessa und Alex gehören dazu).

Wie sah die weitere Abendplanung aus? Eigentlich ganz gut. Diese hatten wir größtenteils schon am Abend zuvor festgezurrt, in der besagte Bodensee-WhatsApp-Gruppe wurde herumgefragt, wer zum Italiener in der „Pizzeria La Perla“ an der Uferpromenade vorn mitkommen würde, wir würden dort einen Tisch bestellen. Flugs fanden sich 13, am Ende waren es sogar 14.

Und so traf man sich halt (nach dem oben erwähnten kurzen Besuch des Sees über die Bootstreppe) dort um 18Uhr, inklusive der nun ebenfalls eintrudelnden, erst Freitag im Laufe des Tages losgefahrenen Fetis aus den umliegenden warmen Sauna-Hotels.

Nun ja, dieses „Fürstenfelder“-Bier war jetzt für mich persönlich nicht so lecker und meine Pizza Calzone hatte auch fast mehr Teig als Inhalt, aber immerhin, die Vorspeise war gut. Ach was soll’s, in guter Gemeinschaft schmeckt es eben doch.

Der nachfolgende Ausflug in Richtung des auf Plakaten groß angepriesenen „Hafenfest“ entpuppte sich dann leider als nicht so gewinnbringend, ein Boots-Club am Hafen versuchte da in (s)einem kleinen Areal mit viel Lautstärke „Gemütlichkeit“ vorzutäuschen. Hat nicht geklappt, nicht nur wir sind schnell wieder gegangen.

Zeit noch einmal für ein kleines abendliches Bummeln an der Mole entlang, auch Zeit für ein paar spektakuläre Bilder: vom Hafen, dem Aussichtsturm, mit Freunden …

und von … Cuffed Subbi.

Am Ende sind wir dann wieder beim Schussenrieder gelandet, war doch klar.

Irgendwann vor 11 noch ein letzter Gang an der nun nächtlichen Promenade entlang, der Hafen selbst zeigte sich da von einer seiner schönsten Seiten.

Ach schade, von der Dachterrasse des Hotels aus hätte das bestimmt auch fantastisch ausgesehen, die war aber leider schon zu. So blieb nur husch, für uns ab ins gekühlte Zimmer…

… während andere durchaus die Nacht im „Amnesia“ auf der offiziellen Joyclub-TortureShip-Vorparty noch heißer machten.

#Samstag

Samstagmorgen, ach nee, kann man hier nicht mal in Ruhe frühstücken? Immer diese neugierigen Fragen!

Diese hier zum Beispiel: „Was machen wir heute?“

Ein leises „Wie wäre es mit erst einmal in Ruhe zu Ende frühstücken und dann ein kleiner Stadtbummel, dieses Mal in die andere, westliche Richtung am Riesenrad vorbei?" schwebte durch den Raum. Guter Vorschlag, klang nach einem Plan…

Und wie man sieht, war meine Lieblings-Petra für einen solchen Bummel auch inzwischen bestens behütet. 🙂

Dort rechts Richtung Riesenrad ist es auch echt schön, es gibt einen großen Park, sogar mit zwei uralten Mammutbäumen (seit 1864 stehen sie dort) und sehr schönen Aussichten auf den Bodensee.

Und Denkmäler (damit meine ich jetzt das steinerne Monument!).

Und lustige Fotoecken mit Hasen.

Nebenbei noch etwas Kurkonzert, Schalmeien-Züge und Kanonenböllereien, was will man mehr? Ach ja, Abkühlung.

Von außen (Bad mal wieder an der großen Bootstreppe) und von innen (aber nur Wasser!!) zusammen mit den anderen in der Beachbar vom Vortag.

Moment! Wichtig, ehe man es vergisst, die Auswahl auf dem Schiff ist bekanntermaßen nicht allzu hoch: Wir sollten vor der Abendparty noch etwas Gutes essen!

„Wollen wir uns halb 4 beim Thailänder an der Ecke treffen?“ waberte alsbald als Vorschlag durch das sommerliche Gefilde der Strandbar.

Klang nach einem weiteren guten Plan. Klar doch, wir sind dabei. Aber vorher noch ins Hotel ein paar Runden im Pool, das olle Bodenseewasser abspülen musste sein.

Oh ja, dieses „Restaurant Bangkok“ an der Ecke der Uferpromenade kann man empfehlen. Leckeres Essen, recht schnell geliefert, vernünftige Preise. Mir schmeckte es gut, Christiane mit ihrer Speise ebenso.

Dann kam der Zeitpunkt der Qual, was ziehe ich an???

Inzwischen zeigte meine Fitnessuhr 36°C, das Thermometer direkt am Hotel 33°C, ebenso die Wetter-App auf dem Handy.

Mmh, traditionell wie in den letzten Jahren in diesem Catsuit, -mit- Maske, Stiefeln, Röckchen, Halsreif, Armbänder und Handschuhen?

Nee, das war letztes Jahr schon bei 28°C grenzwertig, dieses Jahr hatten sie noch mindestens 5, vielleicht sogar 8 Grad auf die Thermometerschippe oben drauf gelegt.

Also zähneknirschend und ganz traurig ein paar einfache kurze schwarze Latex-Shorts ausgepackt, dazu den schwarz/metallic-blauen Latex-Body, den silbernen Halsreif, ein Paar solide Lederarmbänder, schwarze Turnschuhe und ein Sonnenschutzkäppi fürs lichter werdende Haar, das war’s für dieses Mal. 🙁

Warum eigentlich „traurig“? Nun ja, dieses Event lebt von den wundervollen Outfits, der Tanz in der Menge auf der Uferpromenade vorm Zeppelinmuseum und durch die Stadt ist ein Teil des Reizes, die Möglichkeit gute Bilder vor und auf dem Schiff zu machen ein anderer.

Und ich dieses Mal nur in ganz „normalen“ Sachen?? Würde jemand die „Katzentatze“ überhaupt erkennen?

Das sind halt Fragen, die eine da durch den Kopf schießen und traurig machen. Aber Gesundheit geht halt vor, sollte euch allen ebenso bewusst sein.

Das hatte übrigens auch der Veranstalter erkannt, laut JoyClub-Info sollte es nun sogar eine Wasserdusche auf dem Schiff geben, ich war gespannt.

#die Party

Also ich finde, so eine ordentlich laufende Klimaanlage im Zimmer ist geil. Wo sonst kann man sich im Sommer so ganz entspannt in Latex hüllen? Ach schade, seufz, ja, das wäre jetzt soooo schön gewesen mit dem Catsuit. Aber man(n) muss halt auch irgendwann aus den 22°C des Zimmers in die brüllende Hitze raus … und dort 6, vielleicht mehr Stunden bleiben!

17:55Uhr, hilft nichts, los, 18Uhr war Treffen vor dem Gartner-Hotel der anderen, das lag von uns aus schon in Richtung Promenade. Meine Lieblings-Petra war so nett, schnell noch ein Foto im Schatten vorm Hotel von uns zu schießen.

Apropos meine Lieblingsfrau. Ja, sie war natürlich wieder mit in Friedrichshafen, es war schließlich auch -unser- Urlaub. Aber ihr ist dieses Schiff einfach zu öffentlich, es rennen zu viele Fotografen auf oder vor dem Schiff herum. Von daher, seht es ihr nach, wenn sie uns nur zum Dampfer begleitete, diesen nicht mit bestieg. Dafür gab es wenigstens dann auch Bilder von uns auf dem Schiff von außen. 🙂

Abmarsch durch die Stadt, jeder Sonnenstrahl brannte, jeder Lufthauch wurde dankbar angenommen, jeder Schatten sowieso. Die Menschen schauten zwar auf unser meist dunkles glänzendes Material, ließen aber schnell die Blicke weiterschweifen. Ich vermute mal, wir waren einfach viel zu „normal“ für dieses jährlich sonst so aufregende Wochenende, die wirklich schrägen Outfits waren weiter vorn.

Wer schon einmal dort gewesen ist, der kennt das dann übliche Bild an der Uferpromenade: Menschen über Menschen, alle mit irgendwas zum Fotografieren bewaffnet.

Nun ja, wir waren weiterhin die „Uninteressanten“, was uns eigentlich ganz recht war. Flugs noch schnell ein Foto vorm Schiff, dann …

…lasst uns am Einlass in der langen Schlange anstellen. Es ging dann doch an sich recht schnell vorwärts. Wenn man bedenkt, das sind rund 400 Fetis inmitten einer quirligen Menge, die hier in Friedrichshafen in rund 40min zusteigen, nicht schlecht. Diese Massen müssen halt auch erst einmal geschafft werden.  

Es dauerte dann doch noch rund 10min in voller Sonne, ehe man endlich in den Schatten (des Schiffes) kam, puh.

Sodele, noch ein wenig, nun gut beschattet, in der Schlange weiter nach vorn rücken, Handy-(oder auch Papier-)Ticket vorzeigen und sich dann anschließend, wie jedes Mal, der Frage stellen: „Sekt oder Orangensaft?“ Sekt!

Sah übrigens Daniel, der Rosenkavalier, genauso. 🙂

Und ehe hier jemand meckert: Ja ich weiß, bei dieser Hitze ist Alkohol vielleicht nicht so gut. Aber seht es uns nach, es gehört halt auch ein klein bisschen zur Tradition, an Bord mit etwas Alkoholischem anzustoßen.

Haben wir gemacht und da ich wusste, meine Petra steht vorn auf der Mole, hab‘ ich sie alle noch einmal nach vorn zum Bug bugsiert.

Prost 🙂

Während meine Petra dann noch ein paar Fotos vom recht schräg hängendem Schiff machte, …

… suchte ich derweil einen schattigen Platz für die nächste Stunde, es war schließlich schon 18:35Uhr. Und den findet man wo? Direkt in der Sonne auf den Bänken der Backbord (linken)-Seite. 🙂

Liegt daran, dass das Schiff sich unmittelbar nach der Abfahrt Richtung Konstanz dreht, im Hafen ist „Backbord“ aber halt zunächst die Sonnenseite. Und dementsprechend ungern besucht. Aber wer 10min in voller Montur im strahlenden Schein anstehen kann, der hält dann auch mal die 5min bis zur Abfahrt dort aus. Wurden dann doch 10, ganz pünktlich sind wir nicht losgekommen.

Während unterdessen die Gäste des benachbarten BR3-Party-Schiffes die Uferpromenade eroberten…

… entfernte sich unser Feti-Wellenhüpfer immer weiter vom Ufer.

Nun ja, ich hatte meinen Platz direkt an der Reling, genoss den kühleren Fahrtwind, die Aussicht auf den enteilenden Hafen, die Schweizer Berge…

... und die Gespräche mit den anderen Fetis um mich herum.

„Bella“, einem netten Latex-Hund direkt neben mir, war es erkennbar warm. Bei immer noch 33°C auch kein Wunder. So unterhielten wir uns eine ganze Weile erst einmal ohne Maske. Das ist das Schöne bei uns Fetis, man kommt schnell ins Gespräch, hat ja mindestens ein gemeinsames Faible. Ich fand seine Ideen mit Tatzen an Hand und Fuß gelungen, da macht sich jemand Gedanken um sein Outfit. Musste dann mal unbedingt (und vollständig trotz Hitze) fotografisch verewigt werden.

Mmh ja, damit konnte ich ja nun leider dieses Mal nicht „mithalten“, seine Reaktion auf mein Bild auf dem Handy vom letzten Jahr überraschte mich: Das kannte er und war erfreut, mich einmal real zu treffen. Nun weiß er, wie ich unter der Katzenmaske aussehe, ich kenne ihn nun auch ohne. 🙂

Apropos erkennen. Mir war gar nicht bewusst, wie viele mich trotzdem in diesem so völlig für eine „Katzentatze“ untypischen Inkognito-Outfit erkannten. Ich wurde so einige Mal während des Abends angesprochen, dass es schön sei, dass auch ich wieder mit dabei sei. Man sei schon wieder gespannt auf meinen Blogbeitrag, so so. Ok, dieses eine Mal „Katzenauge“ streichen wir jetzt, ich bin schließlich die „Katzentatze“. 🙂 🙂

Auch wie in jedem Jahr immer wieder bewundernswert, wie rubsubsea mit der Hitze meist im mehrlagigen Latexcatsuit und -Maske klarkommt. Immerhin war er dieses Jahr nicht in ganz so viele Gummischichten gehüllt wie in den Jahren zuvor. Hat sich sicher auch Gedanken gemacht, dieses Mal ganz in weiß, reflektiert bestimmt die Sonne besser.

Ach ja, wir kennen uns, mögen uns, ein kleines Gespräch musste dann einfach sein. Er war natürlich schon in diesem Outfit von München her angereist und fährt auch so zurück, Klimaanlage im Auto und viel Trinken sei Dank.

Na dann bin ich mal gespannt auf seinen kleinen Erlebnisbericht von diesem Tag in seinem Blog, ihr auch?

Apropos Trinken, es wurde Zeit, sich da mal etwas zu holen. Eine nette Überraschung, das Wasser war dieses Mal in größeren Flaschen als letztes Jahr, 5€ für 0,5l. Das geht, finde ich. Gerüchteweise soll es auch wieder irgendwo auf dem Schiff diese 0,33l Mini-Wasserfläschchen für 4,50€ gegeben haben, das geht gar nicht. Aber wie gesagt, meine Wasserauffüllungen waren OK.

Weiter über den See in Richtung der untergehenden Sonne bei Konstanz.

Auch hier war das Pier wieder, wie bei diesem Event gewohnt, voller erwartungsvoller Menschen. Die einen wollten noch aufs Schiff, die anderen sich die Show anschauen und der Rest, schlichtweg diesen ganz verruchten Haufen auf dem Dampfer vor ihnen fotografieren.

Aber erst einmal musste das Schiff anlegen, was wieder einmal gar nicht so einfach für den Kapitän war. Wenn die zum Zeitpunkt ca. 400 Menschen sich alle auf eine Seite drängen, dann bekommt es schon mal erkennbar Schlagseite. Aber keine Angst, das kippt nicht um. 🙂

Und wer dann die Show vom Schiff aus sehen möchte, braucht auch einen guten Platz mit Sicht auf den Vorplatz. Ich hatte einen schönen im Schiffsdeck direkt schräg über dem Eingangsbereich ergattert, freu.

Und ja, die Feuershow mit „Meredragon___“ war gut, richtig gut. Die Frau kann es, seht selbst.

Nun hatte ich, wie geschrieben, einen recht guten Blick auf das Boarding der neu Hinzugekommen. OK, die meisten waren, wie ich, der Hitze angepasst, aber 2 davon tatsächlich in vollem Latex-Outfit, mit Catsuit, Handschuhen und Maske: „estefania_doll_“ und „crossdress_girl“. Beide absolut sehens- und beneidenswert! Da war es wieder, mein trauriges Gefühl ...

Das verflog dann aber recht schnell, als ich sah, wie ein (wie ich später erfahren habe) 95-Jähriger Feti noch guten Fußes mit Stock und in Begleitung das Schiff erklomm. So möchte man auch mal alt werden!

Mmh, ja, wenn es eine Tradition auf dem TortureShip für mich gibt, dann ist es die mit dem Bild vor der Glocke, möglichst bei untergehender Sonne im Hafen von Konstanz. Ein Feti, der schon quasi seit 1997 hier jedes Jahr mitfuhr, war so nett, mir diesen Wunsch mit meinem eigenen Handy zu erfüllen. Danke schön.

Ganz alleine war ich da aber auch nicht, wie man sieht 🙂

Um kurz vor 21Uhr Abfahrt wieder Richtung Friedrichshafen, Zeit für ein paar beschauliche Blicke in den Sonnenuntergang.

und auch über das Schiff schweifen zu lassen.

Ach guck, nanu, Michaela ist auch da, wo hast Du Dich denn bisher versteckt gehabt? Das ist auch echt immer wieder erstaunlich. Das Schiff hat nur 3 Decks, aber wie oft man im Laufe des Abends noch jemand antrifft, den man bis dato nicht gesehen hatte, schon merkwürdig! Manche scheinen sich doch wahrlich beamen zu können.

Dieses Ereignis musste natürlich gleich mal von Daniel, dem Rosenkavalier fotografisch festgehalten werden, er hatte sie schon eher entdeckt. 🙂

Klarerweise wollte er am Ende auch Bild mit uns Dreien.

Huch, da kommt was Großes!

An der Reede in Friedrichshafen lag am frühen Abend neben unserer „MS Baden“ wie immer auch das BR3-Party-Schiff, dessen Boarding war allerdings dieses Jahr 1 Stunde später als unsere anberaumt. Das ist auch besser so, sonst quillt die Uferpromenade noch mehr vor Menschen über und wer weiß, vielleicht besteigt der eine oder andere gar das falsche Schiff??

Und irgendwie ist es wohl auch Tradition, dass sich beide Schiffe mitten auf dem Bodensee treffen. Der Party-Katamaran ist ein ganzes Stück höher als die kleinere Baden, so wuchs in direkter Fahrlinie und somit Kollisionskurs vor unserem ein großer Brocken aus dem Wasser.

Gott sei Dank, sie stoppten, bevor es „Bumm“ macht. Was machen die da?

(Danke Stefan für das Video)
Oha, seht ihr auch diesen lustigen Austausch von Sektflaschen? Die ausgelassene Stimmung auf beiden Schiffen drehte gefühlt noch ein oder zwei Oktaven höher…

Bye bye, Party-Schiff. Man fragt sich danach immer, wie viele von euch da drüben würden eigentlich jetzt lieber hier bei uns sein? Aber ihr wisst doch, nächste Gelegenheit ist nächstes Jahr wieder. 🙂

Die Temperaturen wurden nun langsam angenehmer, waren kurz unter der 30°C Marke inzwischen angekommen. Fast alle an Deck genossen nun entspannt die Abendstimmung an Bord bei dem immer noch warmen Wind über den See.

Naja, fast alle, es gab ja zum einen auch die Tanzwütigen (unter Deck), als auch die Fotowütigen (über Deck). Und weil es im letzten Jahr ein so stylisches Bild von Cuffed Subbi mit ihrem Dom geworden war, wollte ich auch dieses Jahr wieder eines mit den Beiden.

Fehler, ganz böser Fehler!

Nein, nicht wegen des Bildes, man sollte immer aufpassen, was man trägt.

Subbi’s Dom kettete erst sie an die Reling, dann erspähte er doch wahrlich meine recht stabilen Lederarmbänder mit den metallischen Ösen daran ….

Und ehe ich mich richtig versah, waren da 2 Metallketten daran befestigt und ich stand gut festgekettet neben Subbi (und ihrer Freundin) an der Reling.

Und nu? Weg konnte ich ja nicht, also Fahrt, Aussicht und ein nettes Gespräch mit ihr genießen, auch gut.

Aber Leute, ihr seid fies! Zwischendurch gab es eine Abstimmung unter den umstehenden/umsitzenden Fetis, ob wir nun wieder freigelassen werden könnten. Wir hatten zwar auch jeder eine Stimme, aber ihr ahnt es sicher, wer verloren hat. 🙁

Blieb uns schließlich nichts anderes übrig, als zu Dritt gemeinsam dem näherkommenden Friedrichshafener Hafen entgegensehen. Dort erfuhren wir endlich die Gnade der Freilassung. 🙂

Noch ein letzter Blick auf den Anlegesteg vorm Ablegen, nicht mehr so voll wie am Abend.

Und ab ging es wieder um halb 11 raus auf den Bodensee. Vorbei am Hafenturm, der Uferpromenade bis in einiger Entfernung das große erleuchtete Riesenrad durch die Nacht leuchtete. Irgendwo rechts daneben war jetzt auch meine Petra in ihrem kühlen Zimmer, dachte ich mir. Natürlich bekam sie, auch wie jedes Jahr, dann ein paar nette Bilder vom Schiff per WhatsApp gesandt.

Ich mag das ja besonders, was jetzt kommt: Traditionell fährt der Dampfer nun nicht nach Konstanz rüber, sonst hält mitten auf dem See, dümpelt auf dem stillen Wasser ca. 30min vor sich hin. Wenn es so schön lau wie letztes und dieses Jahr ist, macht das auch echt Spaß, draußen zu sitzen, dem Wetterleuchten in den Schweizer Bergen, den Lichtern auf beiden Seiten des Bodensees und dem Treiben der anderen Fetis an Deck zuzuschauen oder in zwangloser Runde mal mit diesem, mal mit jedem zu plaudern.

Klar, auch das eine oder andere Foto zu machen. Was jetzt auf Grund der Dunkelheit echt schwierig war. Für dieses hier haben wir am Ende 9 Anläufe gebraucht, aber was tut man nicht alles für ein hübsches Bildchen? 🙂

Was machen so die anderen Fetis auf diesem Schiff in dieser Zeit, die einen tanzten im Hauptdeck bei „DJ Herr Bluhm & Guest“, die anderen im Zwischendeck bei „DJ Der Freak“ (KitKatClub) & „DJ MS“ (Subrosadictum, Bavarian fetish) sich die Seele aus dem Leib.

Und ja, in der Dunkelheit gab es durchaus das eine oder andere Pärchen, die gemeinsam mehr oder weniger offen vergnüglich zu Gange waren. War bisher jedes Mal so und gehört auf diesem Schiff zu späterer Stunde irgendwie dazu. Gab ja schließlich auch genügend reizende Outfits zu sehen und einen extra „Darkroom“ für so etwas auch schon längst nicht mehr.

Gönnen wir es ihnen, der Blick auf den nächtlichen Bodensee ist auch schön.

Schließlich erreichten wir 10 Minuten vor Mitternacht wieder den Hafen von Friedrichshafen. Nun musste man sich entscheiden, entweder noch eine Runde über den See Richtung Konstanz und um kurz vor 3Uhr hier wieder anlegen oder gleich von Bord gehen. Das war dann, wie letztes Jahr, eine gar nicht so leichte Entscheidung. Noch eine Stunde an Bord wäre schön, aber 3 sind dann doch definitiv zu viel.

Also „Tschüss Schiffchen“, das sagten viele andere ebenso (ca. 50% würde ich schätzen) …

Da dampfte es dann wenig später wieder in die Nacht Richtung Konstanz.

Und wir? Wir waren wieder einmal auf der Suche nach einer Kneipe, die noch nach Mitternacht auf einen kleinen Absacker für uns aufhatte.

Die gab es tatsächlich, die gleiche wie letztes Jahr, die Pizzeria La Perla direkt an der Uferpromenade, wo wir schon am Freitag Abendbrot gegessen hatten.

Das Bier schmeckte zwar da nicht so besonders, dafür die Restbestände des Tiramisus um so besser.

Kurz vor 1Uhr, es reichte nun, auf für uns 4 ins gekühlte Zimmer, für die anderen in ihre hübsch aufgewärmten Hotel-Saunahöhlen.

Ausziehen und Duschen ging dieses Mal schnell, die beiden Teile auswaschen ebenso, ein erholsamer Schlaf nach einem erlebnisreichen Tag durfte kommen.

Ach so, apropos Dusche auf dem Schiff: ich hatte sie nicht gefunden gehabt, andere schon! War oben im 2. Stock, gerüchteweise am Kochtopf der Kombüse angeschlossen. 🙂

Aber immerhin, sie war wirklich da.

#Sonntag

Es ist definitiv schön, wenn ein Hotel bis 11Uhr am Sonntag Frühstück anbietet, alles ist dann so entspannt. Das war natürlich wieder gut, nur warum der Lachs heute schon alle war, war nicht herauszubekommen. Egal, das ist quasi Meckern auch hohen Niveau, es war genug anderes Leckeres da.

Und dann, auschecken, durch die Fußgängergasse wieder raus manövrieren und dieses Mal eine staufreie Rückfahrt genießen. Angekommen sind wir dann zu Hause bei Frankfurt/M übrigens bei 39°C, unsere (Dach-)Wohnung war kühler, nur 32. 🙂

#Fazit

36°C Hitze, aber jede Menge Spaß! Das TortureShip 2026 war in jeder Hinsicht ein heißes Event, nicht unbedingt voll latextauglich, aber Fetis stehen bekanntlich selbst in Schweiße ihres Outfits auch mal drüber. Da kann man es auch gut tolerieren, dass bei diesen Temperaturen sehr viele nur leicht bekleidet zum Schiff geschafft haben, oder?

Im Vordergrund steht ja ohnehin viel mehr für mich das Treffen mit Freunden und netten Bekannten, eine entspannte Fahrt übern See, das eine oder andere kleine Fotoshooting im Sonnenuntergang oder danach.

Mir/uns hat es jedenfalls gefallen und ich komme gern 2027 wieder, das wäre dann auch wieder im regulären „2- Jahre-Zeitraum-Zyklus“. Treffen wir uns dort?

#die offizielle Bilder-Gallerie des Veranstalters

#einige externe Links

Eine Auswahl von aktuellen Zeitungsartikeln über das Event 2026:

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